Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 10. September 2013

Klönschnack im Garten

Bürgerakademie-Koordinatorin Belén Díaz Amodia lädt Hansetag-Gäste ein

SZ: Frau Amodia, Sie beteiligen sich am Lübeck-Salon für den Hansetag 2014 und laden Gäste aus aller Welt zu einem Klönschnack in ihren neuen Schrebergarten an die Lachswehr ein.

Genau. Ich habe von der Idee gehört und zur gleichen Zeit eine Parzelle im Kleingartenverein Lachswehr übernommen. Der kleine Garten hier ist meine Ruheoase und er ist auch nicht weit entfernt von meiner Wohnung.

 

SZ: Wie wollen Sie die Gäste in ihrem Garten empfangen?

Ganz einfach. Ich werde hier spanische Spezialitäten vorbereiten, eine Gartenführung machen und meinen Gästen zeigen, dass meine Schrebergartenlaube auf Stelzen steht, damit das Haus bei Hochwasser keine nassen Füße bekommt.

 

SZ: Was reizt Sie daran, wildfremde Menschen zu sich nach Hause einzuladen?

Ich komme aus Spanien und wohne in Deutschland. Für mich bedeutet Klönschnackerei ein Stück Gastfreundschaft aus meiner Heimat hierher nach Lübeck zu holen. Dieses Gefühl des Willkommen-Seins, das „Ich darf bei Euch im Garten, im Wohnzimmer oder auf der Terasse sitzen – das ist schon etwas Besonderes.“

 

SZ: Wohlfühlen in Lübeck hat viele Seiten...

Ich denke, Lübeck hat viele Ecken, die man nicht so einfach entdeckt. Was hinter den Häusern, Gängen und Gärten liegt – diese Schätze bleiben meist verborgen. Der Lübeck-Salon bietet sich hier an, die vielen schönen Ecken, die sonst nicht sichtbar sind, gemeinsam mit Gästen zu entdecken.

SZ: Sind die Hanseaten nicht ein wenig zugeknöpft für solch‘ offene Aktionen?

Mit hanseatischer Lebensart verbinde ich eine etwas distanzierte, zurückhaltende Einstellung, Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit, aber auch ein bisschen Distanziertheit. Das ist für mich die hanseatische Lebensart. In Spanien ist die Klönschnackerei im Lebensstil fest verankert. Man kommt irgendwo hin, nimmt ein paar Leute mit und schon sind alle Willkommen. Das wollen wir auch beim Hansetag 2014 so in Lübeck zelebrieren.

 

SZ: Als Koordinatorin der Bürgerakademie, einem Zusammenschluss von Lübecker Veranstaltern unter der Koordination der VHS, kümmern Sie sich in diesem Jahr auch um das Thema Hanse?

Der 2. Preis der Bürgerakademie wird Anfang 2014 vergeben. Als Einstimmung auf den Hansetag werden nach dem ersten Preis der Bürgerakademie im Wissenschaftsjahr 2012, jetzt Ideen zum Thema „Der Hanse auf der Spur“ gesucht. Erstmalig können sich alle Lübeckerinnen und Lübecker mit ihren Ideen für den Preis der Bürgerakademie bewerben.

 

SZ: Was werden denn für Ideen gesucht?

Wir suchen „Spuren der Hanse in Lübeck“ und wollen den Begriff der Hanse erlebbar machen. Die Ideen dafür können auf vielerlei Weise eingereicht werden: Filmbeiträge, Theaterstücke, Modelle und vieles mehr sind möglich. Wichtig ist nur, dass mindestens zwei Personen, also eine Kooperation, die Idee vorstellt.

 

SZ: Wie sollen die Projekte präsentiert werden?

Es gibt ein Bewerbungsformular um die Idee zu erläutern unter www.buergerakademie.
luebeck.de. Zusätzlich müssen alle Ideen für die Jury in irgendeiner Form visualisiert werden, z.B. mit einem Modell, mit Fotos, Grafiken oder Videoaufnahmen.

 

SZ: Was geschieht mit den Gewinnern?

Die Idee ist, dass die zehn Finalisten ihre Vorhaben im Januar im neuen Gebäude der VHS am Falkenplatz dem Publikum präsentieren und die Jury dann die drei Gewinner ermittelt. Angedacht ist mit der LTM ausserdem, dass die Finalisten ihre Ideen auch beim Hansetag einem breiteren Publikum präsentieren.        Interview: Jel

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