Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 17. September 2013

Hände, die Leben retten können

Lübecks Rettungsassistenten erklären, was bei plötzlichem Herzstillstand zu tun ist

Rund 600 Personen erleiden nach Angaben des Lübecker Rettungsdienstes in der Hansestadt jährlich einen plötzlichen Herztod. Viele Betroffene überleben diesen Kreislaufstillstand nicht, weil wichtige Wiederbelebungsmaßnahmen, wie die Herzdruckmassage, in den ersten Minuten nach dem Unglück ausbleiben.

Alle im Lübecker Rettungsdienst mitwirkenden Organisatonen beteiligen sich deshalb vom 16. bis 22. September an der bundesweiten Kampagne  „Einlebenretten“.  In Lübeck startet die Aktion am 16. September um 16 Uhr mit einem öffentlichen Training auf dem Klingenberg. Neben vielen städtischen Akteuren hat auch Innensenator Bernd Möller seine Teilnahme zugesagt.

Laut Thomas Nemitz, Mitarbeiter der Rettungsassistentenschule der Berufsfeuerwehr Lübeck, müsse bei einem Kreislaufstillstand sofort Hand angelegt werden, damit es nicht zum plötzlichen Herztod und weiteren Gehirnschäden komme. Mit relativ einfachen Handgriffen könne jeder helfen, Leben zu retten und die Zeit bis zum Eintreffen des RTW zu überbrücken.

Bei einem Notfall gelte es zuerst den Kreislaufstillstand zu erkennen. „Personen, die einen Kreislaufstillstand haben sind nicht ansprechbar und haben einen Atemstillstand oder aber eine unnormale Atmung“, so Nemitz. Sollte der Betroffene keine Reaktion mehr zeigen, müsse sofort der Notruf 112 gewählt werden und anschließend durch festes und schnelles Drücken auf den Bruskorb des Betroffenen mit der lebensrettenden Herzdruckmassage begonnen werden.

Frank Dienemann (31) ist Brandmeister und Rettungsassistent in der Feuerwache 1 in Lübeck. Dienemann hat schon manchen Lübecker wiederbelebt. Für Laien sei die Herzdruckmassage, bei der die Brust in 100 bis 120 intervallartigen Druckbewegungen  komprimiert werde, immer noch die wichtigste und schnellste Hilfemaßnahme vor Ort.

Wie die Hände auf dem Brustbein  richtig positioniert werden und wie häufig der Brustkorb komprimiert werden müsse, das könnten die Lübecker am besten im Rahmen einer der Veranstaltungen erfahren, bei der Dienemann und seine Kollegen auch ihre anderen Hilfsmittel zeigen.                                          Jel

 

Termine in Lübeck 

16.09.2013, 16 bis 18 Uhr
Auftaktveranstaltung: Massenreanimationsübung auf dem Klingenberg unter Beteiligung des Innensenator Bernd Möller und Vertretern von Berufsfeuerwehr und Hilfsorganisationen.

17.09.2013, 9 bis 12 Uhr

Reanimationstraining an Feuerwache 4 (Schlutup, Am Fischereihafen 1a) und von 15 bis 18 Uhr, Reanimationstraining an der DRK-Rettungswache (Herrendamm 42).

18.09.2013, 9 bis 12 Uhr Reanimationstraining an der Feuerwache 3 (Kücknitz, Elbingstr.15) und von 15 bis 18 Uhr Reanimationstraining an der JUH-Rettungswache (Bei der Gasanstalt 12).

19.09.2013, 9 bis 12 Uhr Reanimationstraining an der Feuerwache 2 (Welsbachstraße 2) und von 15 bis 18 Uhr Reanimationstraining an der ASB-Rettungswache (Hoeschstr.1).

20.09.2013, 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr
Reanimationstraining an der Feuerwache 1 (Bornhövedstraße).

21.09.2013, vormittags
Erste-Hilfe-Ausbildung in der Lübecker Bürgerschaft (nicht öffentlich!)


Termine in Travemünde

 15.09.2013, 13 bis 16 Uhr
Fischereihafen: Rettungsschwimmer  zeigen an Bord der „Ellen” Laienreanimation

16. und 17.09.2013
Laienreanimation an der Schule am Meer mit den Ausbildern des ASB

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