Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. Februar 2010

Gosch auf die Tornadowiese?

Autor: Carl Howe

Bündnis 90 / Die Grünen

Die GRÜNEN der Hansestadt Lübeck sprechen sich gegen den Standort Tornadowiese für Gosch aus. Die Firma Gosch kann in Travemünde investieren, aber nicht hier. Unseres Erachtens wäre der Fischereihafen Travemünde das richtige Ambiente für den Verzehr von Meeresfrüchten und Fisch. Die Tornadowiese liegt im Überschwemmungsbereich und muss frei bleiben. Freie Flächen direkt am Wasser sind charakteristisch und das Pfund für Travemünde. Wenn Gosch an dieser Stelle bauen kann, weckt das Begehrlichkeiten, die gesamte Travepromenade zu bebauen. Gosch begreift sich als Staubsauger, der die Menschen anzieht. Die kommen dann per Auto, und Stellplätze für die PKWs sind Sache der Stadt laut Gosch. Restaurationen in der geforderten Größe bedeuten einen extrem erhöhten PKW-Verkehr im Herzen von Travemünde. Da das Leuchtenfeld nach Aussage des Bausenators künftig nicht mehr als Autoabstellplatz missbraucht werden soll, fragen wir uns, wo die Menge der PKWs bleiben wird. Da die Vermehrung innerörtlichen motorisierten Individualverkehrs jeglicher heutiger städtebaulicher Planung entgegensteht, ist die Tornadowiese als Standort nicht akzeptabel. Die integrierte Halle im geplanten Baukörper benötigt Travemünde nicht, da wir schon am Ostpreußenkai eine fertige Halle haben. Wir möchten nicht auf den Baukörper selber eingehen. Trotzdem sei hier eine kurze Bemerkung erlaubt: das Gebäude entspricht unseres Erachtens nicht der in Travemünde an den Promenaden hauptsächlich vorherrschenden Bäderarchitektur, sondern vielmehr einer profanen Werkstatthallen-Architektur.

V.i.S.d.P.: Lilo von Holt

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