Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 23. August 2019

Ausgabe vom 29. September 1998

Beispielhafte Beteiligung

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Schlutup mit Bürgern erarbeitet

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Noch im Bau: die sogenannte "Mitteinsel" auf der Mecklenburger Straße; Fotos (2): T. Wewer

"Es war viel Arbeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht. Und vor allem: Das Ergebnis kann sich sehen lassen." Helmut Schünemann, zuständiger Abteilungsleiter für Verkehrsplanung im Fachbereich Stadtplanung, zieht ein überaus positives Fazit einer sehr intensiven Form der Bürgerbeteiligung: Im Zuge der Verkehrsberuhigung der Mecklenburger Straße im Stadtteil Schlutup haben sich Betroffene vor Ort mit Vertretern der Stadtverwaltung zusammengesetzt, gemeinsam mögliche Maßnahmen diskutiert - und diese vor der Umsetzung vor Ort ausprobiert. Am
8. Oktober wird offiziell der Startschuß für diesen Versuch gegeben, der zunächst sechs Monate laufen soll.

Die Probleme im Stadtteil Schlutup begannen im Zuge der Grenzöffnung. Der Verkehr aus Mecklenburg-Vorpommern nahm zu, und aus der eher gemächlichen Transitstrecke wurde plötzlich eine Durchgangsstraße. Zwar wurde 1991 eine Umgehung gebaut, die Bundesstraße 104, aber diese Straße hat ihren Zweck bis heute nicht wie erwartet erfüllt - weil die Strecke über den Wesloer Weg deutlich länger ist.

Eine Verkehrszählung im Jahr 1987 erbrachte auf der Mecklenburger Straße (in Höhe Wesloer Straße) 7400 Fahrzeuge täglich; nach der Grenzöffnung stieg diese Zahl im Jahr 1990 sogar auf 18 000 Fahrzeuge. Zwar ist dieser Wert mittlerweile deutlich zurückgegangen, er liegt aber mit 10 200 Fahrzeugen täglich schon wieder deutlich über dem Wert von vor zehn Jahren. Die Anwohner beklagten den steigenden Verkehrslärm, zunehmende Behinderungen und erhöhte Gefahren für die Fußgänger, insbesondere für die Kinder. Über die Parteien machten sie ihrem

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