Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 22. August 2019

Ausgabe vom 29. September 1998

Dokumentation

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Das Parken auf dem Gehweg fällt in der Mecklenburger Straße künftig weg. Das schafft Platz für Fußgänger. Parkmöglichkeiten entstehen dafür auf der Straße

Im September 1995 beauftragte die Bürgerschaft aufgrund von Anträgen aus der Bevölkerung, Maßnahmen zur Vermeidung des Kfz-Durchgangsverkehrs in Schlutup zu erarbeiten. Die Maßnahmen umfassen den Bereich der Mecklenburger Straße zwischen Fabrikstraße und Ortseingang Schlutup/Selmsdorf beziehungsweise Gewerbegebiete Schlutup.

Von März bis August 1996 wurde das Verkehrsaufkommen im gesamten Stadtteil analysiert. Die Grundlage bildeten Verkehrserhebungen. Aufgrund dieser Analyse wurden erste Ideen zur Verkehrsberuhigung gesammelt und mit dem Gemeinnützigen Verein (GV) Schlutup in zwei Sitzungen diskutiert. Am 28. November 1996 stellte der Verein die besprochenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung den Vertretern von Handel, Handwerk und von Parteien vor.

Im Februar 1997 wurde die Bürgerschaft über den bisherigen Planungsstand informiert, nachdem die erarbeiteten Vorschläge zuvor im Bauauschuß vorgestellt wurden.

Bereits im Januar hatte sich eine Arbeitsgruppe gegründet mit dem Ziel, die Verkehrsberuhigung voranzutreiben. Diese Gruppe sollte auf die Planungen Einfluß nehmen und damit zugleich für hohe Akzeptanz der Maßnahmen im Stadtteil sorgen.

Bereits im März 1997 trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe zu einer weiteren Sitzung. Hier wurde das mittlerweile überarbeitete Konzept noch einmal diskutiert. Außerdem fand eine Ortsbegehung statt.

Im April erläuterten Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemein-
nützigen Vereins in einer öffentlichen Veranstaltung im Stadtteil den Bürgerinnen und Bürgern das Verkehrsberuhigungskonzept. An dieser Veranstaltung nahmen rund 350 Personen teil.

Am 12. Juni 1997 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Gemeinnützigen Vereins Schlutup über das Gesamtkonzept abgestimmt: Eine große Mehrheit sprach sich dabei allerdings dagegen aus. Im Oktober 1997 beschloß die Bürgerschaft dennoch, die Verkehrsberuhigung durchzuführen. Ein tragfähiges Konzept dazu sollte in einem neuen Arbeitskreis erörtert werden. Diesem Kreis gehörten im wesentlichen wieder die Mitglieder der bisherigen Arbeitsgruppe an. Die Mitglieder diskutierten vor allem die Kritikpunkte am bisherigen Entwurf. Besondere Knackpunkte wurden direkt vor Ort ausprobiert und auf ihre Tauglichkeit geprüft. Anfang September 1998 verständigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises auf ein modifiziertes Konzept, das am 7. September dem Bauausschuß vorgestellt wurde.

Mit der schrittweisen Umsetzung wurde bereits begonnen. Am Donnerstag, 1. Oktober, werden die Pflanzkübel aufgestellt und die Beschilderung geändert. Der offizielle Beginn des zunächst auf ein halbes Jahr begrenzten Versuchs zur Verkehrsberuhigung in Schlutup ist am Donnerstag, 8. Oktober. An diesem Tag werden die Mitglieder des Arbeitskreises gemeinsam mit Senator
Dr. Volker Zahn die Versuchsstrecke abgehen. Im Frühjahr 1999 werden die Ergebnisse ausgewertet und der Bürgerschaft vorgelegt. Sie muß dann entscheiden, ob der Versuch weitergeführt wird oder nicht.

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