Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 29. September 1998

Alltag der Geschichte

Fördervereine (letzter Teil der Serie): Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur

Die Geschichtswerkstatt Herrenwyk kümmert sich nicht um spezielle Stadtteilkultur, sondern versteht sich als ein Ort, an dem Entwicklungen gesellschaftlicher Lebensformen in Arbeit und Zusammenleben als Teil eines Ganzen dokumentiert werden.

Die Geschichtswerkstatt entstand auf Initiative des 1986 gegründeten Vereins für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V., der - nach bereits stattgefundener Förderung durch das Amt für Kultur - seit Jahresbeginn durch einen Kooperationsvertrag mit der Hansestadt durch diese auch unterstützt wird.

-Somit versteht der Verein sich noch stärker als Förderverein, der dafür eintritt, daß in Lübeck die Geschichte der Arbeitswelt, des Lebensalltags der Arbeiter oder Angestellten am Beispiel der für die Lübecker Region wichtigen Wirtschaftsbranchen dargestellt wird.

Harri Zelazko, der 1. Vorsitzende des Vereins - der derzeit über 180 Mitglieder "mit steigender Tendenz" verfügt - sagt zur Kooperation mit der Stadt, daß damit die Existenz der Geschichtswerkstatt besser gesichert sei. Denn diese präsentiert nicht nur die Zeugnisse der Vergangenheit in einer hochinteressanten Dauerausstellung, sondern macht mit Aktivitäten auf deren Bedeutung aufmerksam. "Wir brauchen diese auch, um verstärkt Geld zu bekommen", erläutert Zelazko und zählt ihre Vielfalt und Erfolge auf: die Ausstellungen "Zwangsarbeit in Lübeck", "Technik im Kinderzimmer", in diesem Sommer die Druckwerkstatt (bis 3. Oktober) und das jährliche Hoffest im Sommer, bei dem jüngst die Versteigerung von Originalgrafiken neue Besucherschichten und eine gute Summe in die Vereinskasse brachten.

Die Geschichtswerkstatt hat mit Dr. Wolfgang Muth einen eigenen wissenschaftlichen Leiter, ist dem Kulturforum Burgkloster angegliedert, erwartet viele interessierte Besucher - und der Verein (Telefonnummer 7 40 97) freut sich über neue Mitglieder, die für einen Jahresbeitrag von 24 Mark seine Arbeit unterstützen.Güz

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