Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. April 2019

Ausgabe vom 29. September 1998

Radler auf "anderen" Wegen

Radwegebenutzungspflicht ist ab 1. Oktober streckenweise aufgehoben

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Michael Persdotter (li.) und Peter Giering entfernen ein blaues Schild; Foto: C. Przywara

Ab 1. Oktober gilt ein neuer Leitfaden für Drahtesel-Nutzer. Dieser beinhaltet, auf einen kurzen Nenner gebracht: Wege, die durch das blaue Schild mit dem weißen Radler gekennzeichnet sind, müssen von Radlern benutzt werden. Ist es entfernt worden, dann ist die Benutzungspflicht aufgehoben.

Laut Straßenverkehrsordnung müssen Radwege, die als solche durch das blaue Schild erkennbar sind, bestimmte Auflagen erfüllen, zum Beispiel was die Breite und die Linienführung betrifft. "Aber nicht alle bisherigen Radwege hatten die geforderten Voraussetzungen", so der Fahrradbeauftragte der Stadt Hans-Walter Fechtel. Daher wurden in den vergangenen Tagen in einigen Tempo-30-Straßen die blauen Schilder entfernt. Nun ist die Radwegebenutzungspflicht an Curtiusstraße und Parkstraße (jeweils zwischen Rathenaustraße und Travemünder Allee) und am Adolfplatz völlig aufgehoben. Auf diesen ehemaligen Radwegen dürfen Autos in Zukunft parken. Sogenannte "andere Radwege" sind an der Uhlandstraße, Herderstraße, Dorfstraße (beide Seiten), Krügerstraße/Curtiusstraße und an der Parkstraße (zwischen Rathenau- und Roeckstraße) entstanden. Radler haben nun die Wahl, ob sie die Straße oder den geteerten Radweg neben dem Gehweg benutzen wollen. Dieser ist zwar nicht mehr als solcher gekennzeichnet, aber Autofahrer dürfen ihn dennoch nicht als Parkplatz benutzen.

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