Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 22. August 2019

Ausgabe vom 06. Oktober 1998

Ein "Projekt des Gemeinsinns"

Bürgerhaus für Vorwerk und Falkenfeld wird eröffnet - Tag der offenen Tür

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Hauswirtschaftsmeisterin Ilse Rohde (li.) mit Anja Heinlein und weiteren Auszubildenden in der Bali-Lehrküche; Foto: C. Przywara

Das Bürgerhaus für Vorwerk und Falkenfeldist laut Reinhard Reetz, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerhaus, ein "Projekt des Gemeinsinns". Es wird am kommenden Freitag, 9. Oktober, feierlich eingeweiht. Einen Tag später, am Sonnabend, 10. Oktober, haben dann alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, die Einrichtung bei einem "Tag der offenen Tür" zwischen 11 und 17 Uhr kennenzulernen. Von 17 und 22 Uhr wird dann noch eine Disco für Jugendliche angeboten.

Das neue Bürgerhaus am Peenenstieg 2 bis 6 war einst das Casino der ehemaligen Cambrai-Kaserne. Die Possehl-Stiftung hat den Umbau mit einer halben Million Mark unterstützt, Jugendliche des Berufsvorbereitungs- und Ausbildungszentrum Lübeck-Innenstadt (Bali) haben beim Bau mitgeholfen, und auch die Gemeinnützige Ausbildungs- und Beschäftigungs-GmbH gab hat einen großen Teil der Umbauarbeiten geleistet.

Das Projekt angepackt haben die "Initiative Arbeit", das Bali, die Jugend-Initiative Vorwerk/Falkenfeld, das Bürgerbüro für Sozial- und Jugenddienste der Stadt und die Vereinigten Selbsthilfe-Gruppen. Die Partner wollen nun im Bürgerhaus ihre Arbeitsziele verfolgen: Das Bali kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Bugenhagen-Berufsbildungswerk um die Ausbildung von Jugendlichen, die zum Teil im Dachgeschoß des Gebäudes wohnen werden. Dafür ist eine Lehrküche und eine Lehrbäckerei eingebaut worden.

Die Jugend-initiative plant Arbeitsprojekte für Mutter- und Kind-Gruppen, Schularbeitenhilfe und Offene-Tür-Angebote für Jugendliche. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreibt dort bereits eine Altentagesstätte.

Die Vereinigten Selbsthilfe-Gruppen haben wieder ein gemeinsames Zuhause, und das Nachbarschaftsbüro der Hansestadt Lübeck, das vorbeugende Sozialarbeit im Gemeinwesen leistet, ist dort ebenfalls erreichbar.

Bürgern aus dem Stadtteil steht das Haus für Feiern und Initiativen offen. Stadtteilfeste, Ausstellungen und Theateraufführungen sollen dort veranstaltet werden. Ein Markt vor dem Haus und verschiedene Angebote für Jugendliche und Erwachsene schweben den Partnern vor. Für die Koordinierung wird ein Haus-Beirat sorgen.

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