Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 23. August 2019

Ausgabe vom 13. Oktober 1998

Umbau ohne Verzögerungen

Kohlmarkt: Neugestaltung nimmt bereits Konturen an - "Zob im kleinen"

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Die neuen Wartehäuschen am Kohlmarkt stehen schon, ebenso wie die Bordsteine. Zur Zeit wird die Fahrbahn neu erstellt; Foto: T. Wewer

Mit den Umbauarbeiten am Kohlmarkt liegen wir gut im Zeitplan", freut sich Katrin Petereit vom Bereich Verkehr. In seinen Grundzügen ist bereits der verbreiterte Gehweg- und Wartebereich erkennbar: Die Bauarbeiten an der Markt-Seite sind weitgehend abgeschlossen, zur Zeit wird die Fahrbahn neu erstellt. Die Stadt hat zugesagt, daß die Umbaumaßnahme Ende November - und damit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft - beendet sein wird (die SZ berichtete).

Der Kohlmarkt-Umbau geht auf den Regionalen Nahverkehrsplan (RNVP) der Hansestadt Lübeck zurück und wurde in das Verkehrsberuhigungskonzeptes für die Lübecker Altstadt mit eingebunden. Das Konzept, erarbeitet von den Altstadtinitiativen und Vertretern der hiesigen Wirtschaft, wurde am 25. Juni von der Bürgerschaft beschlossen.

Der Bereich am Kohlmarkt soll insgesamt fußgängerfreundlicher werden. Daher werden die Gehwege auf beiden Seite verbreitert, die Fahrbahn dadurch verengt. Außerdem sollen die Bushaltestellen, die bisher auf Holstenstraße, Wahmstraße und Kohlmarkt verteilt sind, an diesem Platz konzentriert werden. "Damit verkürzen sich für die Busbenutzerinnen und -benutzer die Wege zu den einzelnen Linien", so Petereit. Der Kohlmarkt, traditionell der wichtigste Umsteigebereich in der Altstadt, bekomme damit noch mehr den Charakter eines "ZOB im kleinen".

Auf der Seite der Deutschen Bank sollen nach dem Umbau die Buslinien halten, die bisher in der oberen Wahmstraße ihre Haltestelle haben. Hier wiederum wird es in einer weiteren Bauphase ebenfalls Gehwegverbreiterungen geben - und der bisher am Kohlmarkt plazierte Fahrradabstellplatz wird an dieser Stelle seinen neuen Standort finden.

An den bisher gelten Regeln, wonach nur die Busse 24 Stunden am Tag den Bereich Kohlmarkt/Wahmstraße passieren dürfen sowie eingeschränkt Taxen und Lieferwagen, werde sich nach dem Umbau nichts ändern, so Petereit.

Die bisherigen Arbeiten seien auf die Funktionalität hin ausgerichtet; im letzten Bauabschnitt werde man dann vor allem auf gestalterische Maßnahmen Wert legen. Neben einer ansprechenden Pflasterung werde beispielsweise an eine spezielle Gestaltung der Haltestellenhäuschen und an eine Überdachung des Fahrradabstellplatzes gedacht. "Aber hier ist noch nichts entschieden", so Petereit. Die Anwohner würden aber rechtzeitig informiert.

Sicher ist, daß nach dem Umbau die Arkaden dann für die Geschäfte nutzbar sind. Dadurch kann der Platz besser für die Kundinnen und Kunden genutzt werden - bisher diente der Arkadengang als Unterstand beim Warten auf den Bus.

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