Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 13. Oktober 1998

Stadt behält Planungshoheit

Neue Satzung regelt Genehmigungspflicht bei Grundstücksteilungen

Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck hat am 25. Juni eine Satzung verabschiedet, nach der in bestimmten Wohn-, Industrie- und Gewerbegebieten Grundstücksteilungen der Genehmigungspflicht durch die Stadtverwaltung unterliegen. Der Grund für diesen Beschluß: Die Stadt behält damit die Planungshoheit in diesen Gebieten, erläutert Wolfgang Schlanert vom Bereich Stadtentwicklung. Die neue Satzung gilt seit dem 30. September.

Mit Inkrafttreten der Neufassung des Baugesetzbuches (BauGB) am 1. Januar wurde die bisher bundesrechtliche Teilungsgenehmigung abgeschafft. Konsequenz aus dieser Gesetzesänderung: Eigentümer von Grundstücken könnten diese nach ihren ganz persönlichen Wünschen teilen - ohne Rücksicht auf etwaige Nachbarn oder städtebauliche Vorgaben. Mit der Genehmigungspflicht kann die Stadt diesen - theoretisch - möglichen Wildwuchs nun auch weiterhin in gewünschte Bahnen lenken.

"Durch die Genehmigungspflicht informieren wir Käufer und Verkäufer frühzeitig und umfassend über die Bebaubarkeit des ins Auge gefaßten Grundstückes", erklärt Schlanert. Damit könne "nicht unerhebliches Konfliktpotential" im Vorfeld abgebaut werden, damit es nicht zu unnötigen Streitereien während eines nachfolgenden Baugenehmigungsverfahrens komme.

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