Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 13. Oktober 1998

Erweiterung des St. Annen-Museums entschieden

Possehl-Stiftung schenkt der Hansestadt Lübeck eine Kunsthalle - Modernes Ensemble inmitten der Altstadt

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Der rot markierte Bereich (links) zeigt den Standort des geplanten Erweiterungsbaus. Rechts das Modell; Fotos (3): M. Peters

Der Preisträger steht fest: Im Architekturwettbewerb "St. Annen-Museum Umbau und Erweiterung" wurde die Arbeit des jungen Lübecker Architekten Ingo Siegmund mit dem ersten Preis ausgezeichnet - bei einer Konkurrenz von 48 Teilnehmern, zum Teil aus dem gesamten Bundesgebiet.

Große Freude - insbesondere bei den Lübecker Mitgliedern der Jury. "Lübeck entwickelt sich zunehmend zu einem Ort, wo sich Kultur und Architektur begegnen", stellte Bausenator Dr. Ing. Volker Zahn nach Bekanntgabe des Siegers vergangene Woche zufrieden fest. "Ein exzellenter Entwurf, ruhig und zurückhaltend, die Lösung ist einfach sensationell."

Seine Freude über die Auszeichnung teilten der stellvertretende Vorsitzende der Possehl-Stiftung, Dr. Helmuth Pfeifer, und Kultursenator Ulrich Meyenborg vor allem angesichts der weiteren Prämierungen: Den dritten und den vierten Preis erhielten die Lübecker Architekten Thomas Tillmann und Andreas Salzbrunn, den zweiten Preis Professor Wilhelm Kücker aus München.

Im Mai 1997 verkündete die Possehl-Stiftung ihre Absicht, der Hansestadt Lübeck zehn Millionen Mark - die Jubiläumsausschüttung anläßlich des 150jährigen Bestehens des Unternehmens - zum Bau einer Ausstellungshalle für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst zur Verfügung zu stellen. Für die Realisierung des Projektes wurde, in Absprache mit der Stadt, das Grundstück der Kirchenruine neben dem St. Annen-Museum vorgeschlagen.

Ein besonderer Glücksfall für die Stadt - aus vielerlei Hinsicht. Die Einbeziehung der nunmehr 150 Jahre alten Kirchenruine als Erweiterungsbau des denkmalgeschützten mittelalterlichen Museums ist bereits seit der Jahrhundertwende ein Dauerbrenner städtischer Planung. Dank der Spende bietet sich die Möglichkeit, den historischen Bestand der Kirchenruine zu sichern und als Erweiterungsbau mit dem mittelalterlichen Kloster-/Museumsgebäude zu verbinden. Und die Hansestadt erhält die Chance, ein modernes Museum-Gesamtensemble inmitten der Altstadt entstehen zu lassen.

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