Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 13. Oktober 1998

Vielfältige Hilfe

Arbeitsamt und gab ziehen Tätigkeitsbilanz

Erfolgreich sei die Zusammenarbeit von Arbeitsamt und der Gemeinnützigen Ausbildungs- und Beschäftigungs-GmbH (gab) verlaufen, hieß es vergangene Woche auf einer gemeinsamen Bilanzpressekonferenz beider Einrichtungen.

Seit nunmehr einem Jahr versucht das Team im gemeinsamen Büro von gab und Arbeitsamt auf vielfältige Weise, SozialhilfeempfängerInnen, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind, wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Zwischen Februar und Ende September 1998 wurden dem Sozialamt der Hansestadt Lübeck 400 Ergebnisse der Beratungs- und Vermittlungsbemühungen vorgelegt. Sieben Prozent davon gehören der Gruppe an, die sofort auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Weitere 53 Prozent sind Personen, für die besondere Hilfen in Form von Qualifizierungsmaßnahmen und ähnliches erforderlich sind.

Schwerwiegende Alkoholprobleme

Die verbliebenen 40 Prozent sind zur Zeit nicht arbeitsfähig. Bei diesen Personen treten laut gab und Arbeitsamt "mehrere Vermittlungshemmnisse gleichzeitig auf". In rund 80 Prozent dieser Fälle lägen gesundheitliche Einschränkungen vor. Ein besonderes Problem stelle aber auch die Suchtabhängigkeit dar: bei etwa einem Drittel der Personen, die zur Zeit nicht vermittlungsfähig seien, gebe es "schwerwiegende Alkoholprobleme".

"Der dargestellte Befund zeigt, wie dringend erforderlich der eingeschlagene Weg intensiver Bemühungen um eine Wiedereingliederung ist", lautet daher das Fazit der gemeinsamen Anstrengungen von Arbeitsamt und gab. Dabei sei die Beratungs- und Vermittlungsarbeit allerdings "außerordentlich aufwendig."

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