Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 18. November 1997

IM GESPRÄCH

"Keine grüne Wiese mehr"

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Gespräch über die Ziele der Stadtwerke mit Direktor Wolfdieter Reichelt (Foto: C. Przywara)

SZ: Welches Ziel verfolgen die Stadtwerke mit der Gründung der TK-Gesellschaft?

Reichelt: TK-Leistungen sind Teil der Daseinsvorsorge. Die GmbH trägt dazu bei, daß in Lübeck alle die, die auf TK-Leistungen angewiesen sind, diese krisenfest in Anspruch nehmen können.

Wie schnell wird die GmbH Geld verdienen können?

Wir gehen davon aus, daß die TK-Gesellschaft eine Durststrecke von einigen Jahren überwinden muß, ehe sich die Investition in die Modernisierung des Übertragungsnetzes amortisiert hat. Wir hoffen, daß die GmbH nach der Lizenzerteilung Anfang 1998 die ersten Kunden in dieser Geschäftssparte bedienen kann.

Neben dem Netz der Stadtwerke unterhält die Stadt ein eigenes Telefon- und Datennetz zwischen den Dienstgebäuden. Wird dieses Netz in die TK-Gesellschaft integriert?

Wir befinden uns zur Zeit im Gespräch mit dem Hochbauamt und dem Amt für zentrale Verwaltungsaufgaben über die Einbeziehung des städtischen Netzes. Einzelheiten müssen noch verhandelt werden.

Gibt es andere Städte, die sich die Liberalisierung des Kommunikationsgesetzes zunutze machen wollen?

Einige Städte wie zum Beispiel Kiel und Hamburg haben bereits die Lizenz erhalten und eine Firma gegründet. Es gibt auch Städte, die sich genau wie wir gerade in der Vorbereitungsphase befinden, andere haben den Gedanken verworfen, weil sie das Risiko zu hoch einschätzen. Man muß wissen, daß es sich hier nicht um die grüne Wiese sondern um einen Markt handelt, der schon vielfältig bedient wird.

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