Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 15. Dezember 1998

Modell für das Land

Vertrag sichert Betreute Grundschulen

Der Dachverband der Lübecker Betreuten Grundschulen und die Hansestadt Lübeck haben in der vergangenen Woche einen Kooperationsvertrag geschlossen. Darin wird die Finanzierung von zur Zeit elf Einrichtigungen, die alle von privaten Elterninitiativen getragen werden, für zunächst fünf Jahre geregelt. Eine Verlängerung ist vorgesehen. Der Vertrag hat Modellcharakter für das Land Schleswig-Holstein.

Für die kommenden drei Jahre sind bedarfsabhängig Maximalbeträge festgeschrieben worden von 345 000 Mark, 410 000 und 580 000 Mark. Die Förderbeträge für die Folgejahre werden später abhängig von Entwicklung und Bedarf festgelegt.

Der Kooperationsvertrag wurde am 26. November von der Lübecker Bürgerschaft verabschiedet. Für die Hansestadt Lübeck hat Senator Ulrich Meyenborg den Vertrag unterzeichnet.

Die Interessenvertretung Betreute Grundschulen, deren Vorsitzender Dr. Franz-Peter Marx ist, führt für die Förderung der Schulen gute Gründe an: Danach würden Betreute Grundschulen sozial- und bildungspolitisch "besonders wichtige Einrichtungen" darstellen, weil sie in der unterrichtsfreien Zeit vormittags die Betreuungslücke nach der Kindergartenzeit decken.

Ferner leisteten sie ihren Beitrag dazu, daß vor allem Müttern die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses ermöglicht werde - damit würden sie von Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe gelöst. Die Einsparungen dadurch seien deutlich größer als die Kosten ( für die Schulen) und würden daher den städtischen Haushalt zu einem "nicht unerheblichen Teil" entlasten.

Die Initiativen hoffen jetzt, daß auch landesweit die volle Halbtagsschule eingeführt wird.

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