Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Februar 2010

Klientelpolitik der "Gutmenschen"

Autor: Wolfgang Drozella

FDP

Vielen seit längerer Zeit in Lübeck arbeitenden Vereinen und Institutionen, die in der Regel durchaus wertvolle Hilfen und Beratungen für Problemgruppen anbieten, laufen die Fixkosten immer mehr aus dem Ruder. Ursachen sind u. a. die wegbrechenden Spendenaufkommen. Mögliche Gegenmaßnahmen aus der Betriebswirtschaft sind: Senkung der Kosten, Personalabbau, Verbilligung der Produkte oder Ausweitung der Angebotspalette, Erschließung von neuen Märkten und Einnahmequellen. Eine sichere Quelle waren einst die Zuschüsse der Stadt. Lübeck "kann nicht mehr". Um selbst über die Runden zu kommen, denkt man aus der finanziellen Not heraus laut über "Haustarife" nach. Unsere "Gutmenschen" stört das aber kaum. Sie ermuntern weiterhin, Forderungen an die Stadt zu stellen und unterstützen in Ausschüssen neue Forderungen, die z.T. mehr als 225 % über den Wünschen der vergangenen Jahre liegen. Sie versuchen Stimmen abzuwürgen, die z. B. die 10.000 Euro hinterfragen, die die verschiedenen Vereine für die geplante Ausgabe von Verhütungsmittel von der Stadt haben wollen. Die gesellschaftlichen Vor- und Nachteile der Verteilung von Verhütungsmittel an pauschal definierte Personengruppen werden nicht diskutiert. Die Liste der Wohltaten der "Gutmenschen" ist lang. Die Balance zwischen Gebern und Empfänger ist nicht mehr sicher. Wir werden weiterhin den Mut aufbringen, alle Ausgabenposten zu hinterfragen - im Interesse unserer Stadt und deren Bürger.

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

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