Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. Februar 2010

Was Lübeck aus Dresden lernen kann

Autor: Sascha Thomas

Die Linke

In wenigen Wochen, am 27. März, wird Lübeck wieder der Konfrontation durch Geschichtsrevisionisten, sprich einer neuerlichen Demonstration durch Nationalisten und Faschisten gegenüberstehen. Wie jedes Jahr werden viele aufrechte Bürgerinnen und Bürger dagegen aufstehen und mit Zivilcourage zeigen, dass wir aus der Geschichte gelernt haben und das Gedankengut der Nazis keinen Platz in Lübeck hat. Doch ebenfalls wie jedes Jahr geht es den Menschen, die sich aktiv an der Verhinderung dieses Treibens beteiligen, auch darum, dass es die ganze Gesellschaft sein sollte, die diesen Konsens trägt. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt erwarten zu Recht, dass ihnen durch alle Parteien und die Verwaltung der Rücken gestärkt wird und dass Lübeck gemeinsam für ein weltoffenes Miteinander steht, welches auch durch die bürgerlichen Kräfte gestützt wird. Widerstand gegen Rechtsextremismus darf kein Alleinstellungsmerkmal der Linken sein. In den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Aufmarsch sollte Lübeck aus Dresden lernen, wo alle gesellschaftlichen Kräfte mit all ihren verschiedenen Aktionsformen an einem Strang gezogen haben und sich so erfolgreich gegen den Rechtsextremismus in ihrer Stadt zur Wehr gesetzt haben. Nach Ansicht der Linken sollte sich der Bürgermeister mit der Bürgermeisterin von Dresden verständigen und der Polizeipräsident ebenfalls mit seinem sächsischen Kollegen. Am runden Tisch der Hansestadt Lübeck wird sich die Linke dafür einsetzen, dass Lübeck sich ein Beispiel an Dresden im Jahre 2010 nimmt, denn: Wir können sie stoppen!

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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