Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. April 2019

Ausgabe vom 26. Januar 1999

Hang zu Höherem

Viele Schulanmeldungen entgegen Empfehlung

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Die Lübecker Grundschulen empfahlen zum Ende des Schuljahrs 1997/98 vor allem die Hauptschulen; SZ-Grafik

Der Trend vieler Eltern, ihre Kinder auf andere als von den Grundschulen empfohlene Schulen zu schicken, ist in einer Statistik des Bereichs Schulen ablesbar. Diese wird aufgrund einer Anfrage eines Bürgerschaftsmitglieds in der Sitzung am Donnerstag vorgelegt.

Ende des Schuljahrs 1997/98 haben 456 Kinder die vierten Klassen mit Gymnasialempfehlung verlassen. Zum Schuljahr 1998/99 wurden aber wesentlich mehr - nämlich 663 - auf den Lübecker Gymnasien eingeschult. Sieben von diesen Kindern hatten Hauptschulempfehlungen erhalten, 186 Realschulempfehlungen, fünf hatten keine eindeutige Schulempfehlung (überwiegend Zugezogene aus anderen Bundesländern) und 465 Kinder (auch aus dem Umland) wurden mit Gymnasialempfehlung auf hiesigen Gymnasien angemeldet.

Mit einer Realschulempfehlung verließen 1997/98 656 Jungen und Mädchen die Grundschulen. Von den 630 Kindern, die 1998/99 an den Realschulen der Hansestadt angemeldet wurden, hatte ein Kind keine Schulempfehlung, 206 Kinder hatten Hauptschulempfehlungen, 417 Realschulempfehlungen und sechs Gymnasialempfehlungen.

Von 357 Schülern, die 1997/98 die Lübecker Realschulen mit Abschluß verließen, hatten ursprünglich 40 Hauptschul-, aber auch 32 Gymnasialempfehlungen. Von 228 Jugendlichen, die im vergangenen Jahr in Lübeck Abitur machten, ist bekannt, welche Beurteilungen sie einst als Viertkläßler bekamen: 29 hatten Realschul- und 163 Gymnasialempfehlungen, 36 hatten keine Gutachten erhalten.

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