Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ausgabe vom 26. Januar 1999

An der Farbe wird nicht gespart

Bau der Meesenhalle im Zeitplan - Meesenplatz: Noch Details zu klären

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Der Oldenburger Architekt Reinhard Kruse und Friedrich Thorn vom Bereich Schule und Sport (v.li.) begutachten den Fortschritt der Arbeiten; Foto: C. Przywara

"Ich bin guter Hoffnung, daß die neue Meesenhalle im Mai oder Juni fertig wird und in Betrieb genommen werden kann", so Friedrich Thorn, Abteilungsleiter Planung beim Bereich Schule und Sport. Die Arbeiten seien wegen der günstigen Witterungsbedingungen im Zeitplan. Das Gebäude an der Kantstraße wird derzeit mit rot-braunen Klinkern verblendet. Das Dach von Sanitärtrakt und Hauptgebäude ist nahezu fertig, aber es wird noch ungefähr einen Monat dauern, bis das Dach des Gesamtgebäudes gerichtet ist. Auch der Innenausbau kommt voran: Dreiviertel der Arbeiten im Erdgeschoß, in das die Firma Kloppenburg mit einem Verbrauchermarkt sowie eine Bäckerei einziehen wollen, sind bereits fertig. In dieser Woche werden die Heizkörper für die Sporthalle angeliefert.

Bei der Halle habe man "Mut zur Farbe" gezeigt. Die Stahlkonstruktion trägt schon bald die dominierende Farbe der Sporthalle: türkisch-blau. Ergänzt wird diese Farbgebung durch kaminrote Beleuchtungskörper.

Die Halle bekommt später Trennvorhänge, um sie als Dreifelderhalle nutzen zu können. "Wir versuchen, auch noch Basketballanlagen für die Hallenausstattung zu finanzieren", berichtet Thorn. Diese würden rund 35 000 Mark kosten.

Umgestaltung beginnt im Frühjahr

Auch in unmittelbarer Nähe des Neubaus auf dem Meesenplatz - die SZ berichtete bereits über das 2,8 Millionen-Projekt - tut sich in absehbarer Zeit etwas: Im Frühjahr soll mit der Umgestaltung, die in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden soll, begonnen werden. Das Rahmenkonzept, an dem die BürgerInnen unter anderem durch eine Ideenbörse beteiligt wurden, steht. "Jetzt gehen die Detailplanungen los", erläutert Klaus Franke, Entwurfs-Abteilungsleiter im Bereich Verkehr. Ein bislang noch nicht endgültig gelöstes Problem ist die Neuordnung der Stell- und Parkplatzflächen. Diese werden rar, so wie die Planungen bislang aussehen - vor allem wegen der von den Bürgern gewünschten Grünflächen, die rund 10 000 Quadratmeter des Platzes einnehmen sollen. Unter anderem soll die Zulassungs- und Führerscheinstelle auf die Hälfte verkleinert werden, so daß nur noch
65 Stellplätze zur Verfügung stehen. Möglicherweise, so Franke, würde sich das Stell- und Parkplatzproblem auf dem Meesenplatz teilweise lösen lassen durch das geplante Parkdeck an der Kantstraße. Zudem gebe es ausreichend Parkgelegenheiten an der Marlistraße und am Plaza-Markt.

Mit der Umgestaltung kann laut Franke ohne Verzögerung begonnen werden. Viele Maßnahmen ließen sich umsetzen, weil sie in jedem Fall ins Gesamtkonzept paßten, auch wenn noch Detailfragen zu klären seien.

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