Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Februar 1999

Editorial

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Im Berufsleben geht ohne Computer fast gar nichts mehr, aber auch im Privathaushalt hat er längst Einzug gehalten. Pessimisten schlagen deshalb Alarm: Sie befürchten, daß der Computer erst die zwischen-menschliche Kommunikation und dann den Menschen selbst ersetze. Denkste: Eine Hauptstadtzeitung hat am Wochenende Schluß gemacht mit diesem Vorurteil. e-mails, also jene Botschaften, die in Sekundenschnelle von einem Computer zum anderen verschickt werden können, seien die Liebesbriefe der modernen Zeit, schrieb das Blatt. Und: Die heutigen Teens und Twens - also die heranwachsende Jugend - verfasse mehr Briefe als unsere Eltern und Großeltern es je getan haben.

Gut, die Romantik mag nüchterner geworden sein, weil e-mails nun einmal nicht nach Veilchen riechen; aber ihren Zweck erfüllen sie allemal. Sogar Ehen seien dadurch schon entstanden.

Uns hat diese Nachricht nicht überrascht, weil wir ohne Computer Ihre Stadtzeitung gar nicht produzieren könnten und schon deshalb dem Hilfsmittel sehr positiv gegenüberstehen.

Wir haben übrigens auch nie gegen das Faxgerät gewettert. Im Gegenteil: Durch dieses elektronische Hilfsmittel erhalten wir nämlich viel schneller und noch viel öfter Post von unseren Leserinnen und Lesern. Aber nicht nur das:Wir haben auch mehr persönliche Gespräche - weil viele Faxabsender "nur mal eben wissen wollen", ob ihre Botschaft auch angekommen ist. Ihre SZ-Redaktion

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