Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Februar 1999

"Ausbau der Hafenbahn drängt"

LHG: Bahn muß der Steigerung des Umschlags Rechnung tragen

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Renate Gröpel (li.), Gerhard Poppendiecker (re.), Vertreter der Bürgerschaft und der LHG diskutieren den Plan der Hafenbahn; Foto: C. Przywara

Über die Situation der Hafenbahnanlagen haben sich am Mittwoch vergangener Woche die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Gröpel und der bahnpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerhard Poppendiecker, auf Einladung der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) informiert. Sie sicherten der LHG zu, sich in Kiel und Bonn für deren Forderungen einzusetzen.

Der Prognose, daß bis zum Jahr 2010 für den Lübecker Hafen eine Steigerung der Umschlagmenge um ein Drittel auf 37 Millionen Tonnen erwartet wird, müsse dringend Rechnung getragen werden, hieß es. Der Transport durch Lastkraftwagen müsse bis dahin von 80 auf 55 Prozent verringert, der durch die Bahn hingegen von 16 auf 30 Prozent und der durch Binnenschiffahrt von vier auf 15 Prozent erhöht werden. Dafür müßten rund zehn Millionen Mark investiert werden, um die Hafenbahn entsprechend auszubauen, sagte Manfred Evers von der LHG.

Zu den geforderten Maßnahmen zählen unter anderem der Ausbau des Bahnhofs Vorwerk und die Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf der Strecke zum Konstinkai von derzeit
15 auf 50 Stundenkilometer. Dafür seien von seiten der Bahn Modernisierungen und die Schaffung eines separaten Güterzuggleises vom Hauptbahnhof bis zum Abzweig Strecknitz notwendig - sowie die Elektrifizierung der Strecke Lübeck-Hamburg.

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