Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 16. Juni 2019

Ausgabe vom 09. März 1999

Nachruf

0650504.gif

Dr. Gerhard Gerkens, 61, ist in der Nacht zu Freitag, 5. März, nach längerer Krankheit gestorben. Der Direktor des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte wollte wegen seiner Erkrankung im Laufe dieses Jahres vorzeitig in Pension gehen.

Der am 17. Oktober 1937 in Hamburg geborene Kunsthistoriker wechselte 1986 von der Bremer Kunsthalle nach Lübeck. Ein Wechsel, den er nie bereut hat, wie Gerkens noch Anfang des Jahres in einem Interview mit der Stadtzeitung sagte. Er wußte um die Bedeutung des in dieser Art in Deutschland einmaligen Museums.

Der Wissenschaftler studierte in Hamburg und Göttingen unter anderem Geschichte und Kunstgeschichte. 1967 promovierte er über "Das fürstliche Lustschloß Salzdahlum und seinen Bauherrn Herzog Ulrich zu Braunschweig und Lüneburg". Er arbeitete als Volontär an der Hamburger Kunsthalle, ehe er 1969 als Assistent nach Bremen wechselte. Ab 1974 war er für die Gemälde- und Plastikabteilung verantwortlich, bis er 1983 Oberkustos der Bremer Kunsthalle wurde.

Gerkens lag besonders der Ausbau der Museumssammlungen am Herzen. Trotz kleiner Anschaffungsetats gelang es ihm, bedeutende Werke zu erwerben und durch die Ausstellungen der Museen Impulse für das gesamte kulturelle Leben Lübecks zu geben. Als Direktor des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte war Gerkens für das St. Annen-Museum, das Behnhaus, St. Katharinen, das Museum Holstentor und die Völkerkundesammlung verantwortlich.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de