Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 19. August 2019

Ausgabe vom 09. März 1999

Geibel-Denkmal auf alter Postkarte

0650704.gif
Postkarte mit dem Geibel-Denkmal

Ein Leser der Lübecker Stadtzeitung (SZ) hat der Redaktion eine Ansichtskarte übergeben, die er kürzlich in einem Antiquariat im Elsaß erworben hat. Auf der Bildseite ist der Absender zu erkennen: Es ist der Soldat (Musketier) Wilhelm Birkel, der am 24. November 1914 an seine Eltern in Riedesheim bei Mühlhausen schreibt. Er teilt ihnen mit, daß er in der Schlacht bei Ypern am 3. November verwundet worden sei, daß er sich aber auf dem Wege der Besserung befinde. Er liegt in Lübeck im Lazarett. Als Adresse gibt er nämlich an: "Res. Lazaret. Baracke 16, Lübeck-Burgfeld".

Nicht alle Leserinnen und Leser werden sich daran erinnern, daß noch bis in die fünfziger Jahre hinein die Baracken dieses ehemaligen Lazaretts auf dem Burgfeld standen, dann allerdings als Wohnungen vermietet waren. Im Zuge des Baracken-Räumungsprogramms wurden sie abgerissen.

Die Ansichtskarte zeigt das GeibelDenkmal auf dem Koberg, das fünf Jahre nach dem Tod des Dichters 1889 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung errichtet wurde. Vorher hatte ein Wettbewerb für ein Geibel-Denkmal stattgefunden, an dem sich 40 Bildhauer aus ganz Deutschland beteiligt hatten. Den ersten Preis erhielt Professor Wolz aus Karlsruhe. Übrigens: Wer sich genauer über Emanuel Geibel informieren möchte, hat dazu am Mittwoch, 10. März, 19 Uhr, im Logenhaus Gelegenheit - bei einem Liederabend mit Vertonungen von Geibel-Gedichten. Der Abend wird von den Lübecker Freimaurerlogen veranstaltet.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de