Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 18. August 2019

Ausgabe vom 09. März 1999

Das Wohnbaulandkonzept wird fortgeschrieben

SPD

Das Wohnbaulandkonzept für Lübeck ist mit den Stimmen von SPD und CDU in der Bürgerschaft fortgeschrieben worden. Es umfaßt folgende Eckpunkte:

*Die Entwicklung neuer Wohnbaustandorte erfolgt zunächst auf der Grundlage der vorliegenden Fortschreibung des Wohnbaulandkonzeptes 2010. Die bauleitplanerischen Voraussetzungen für die Realisierung der Wohnbaulandstandorte sind zügig zu schaffen.

*Bei der Entwicklung neuer Wohnbaustandorte hat der Hochschulstadtteil Priorität. Mit der Erschließung ist schnellstmöglich zu beginnen.

*Mit dem Land ist über die Bereitstellung von Mitteln des öffentlich geförderten Wohnungsbaus für die Modernisierung von jährlich etwa 100 bis 150 Wohnungen zu verhandeln. Sollte der Bedarf an geförderten Neubauwohnungen nicht mehr bestehen, ist das Kontingent für die Modernisierung älterer Wohnungen entsprechend zu erhöhen.

*Zur besseren Auslastung unterbelegten Wohnraums sind Vorschläge für Wohnungstauschprogramme und ein Umzugsmanagement zu entwickeln.

*Es sind Vorschläge für den Bau kostengünstiger Eigenheime für junge Haushalte zu entwickeln. Der Bürgerschaft soll bis September 1999 berichtet werden.

*Der Bebauungsplan Rön-
nauer Weg/Möhlenbarg ist zu ändern, daß Freizeit-, Sport-, Erholungs- und/oder Büronutzungen sowie ein Nebeneinander von Gewerbe- und Wohnnutzungen ermöglicht und die Entwicklung des Skandinavienkais nicht beeinträchtigt wird.

*Der Bürgerschaft ist bis September 1999 zu berichten, inwieweit durch die Aufstellung von Bebauungsplänen für bestehende ältere Siedlungsgebiete über die im Wohnbaulandkonzept genannten Punkte hinaus zusätzlich Bauland für den Eigenheimbau gewonnen werden kann.

*Ferner ist zu berichten, ob rechtskräftige Bebauungspläne, die für mehrgeschossigen Wohnungsbau ausgewiesen sind und noch nicht umgesetzt wurden, für den Bau von Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern ganz oder in Teilbereichen verändert oder neu aufgestellt werden können.

*Der Bürgerschaft ist bis zum September 1999 zu berichten, unter welchen Voraussetzungen und auf welchen Standorten zusätzliche Wohnbau-flächen über die im Wohnbaulandkonzept genannten Stand- orte hinaus für 800 bis 1000 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser auf städtischen Grundstücken entwickelt werden können. Dazu ist eine Arbeitsgruppe aus Politik und Verwaltung einzusetzen.

V.i.S.d.P.: Dietrich Szameit

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