Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 09. März 1999

Ausbildungsplätze für Jugendliche

Bündnis 90 / Die Grünen

Bereits im Oktober 1997 hatte die Bürgerschaft beschlossen, Geld für die Mitfinanzierung einer überbetrieblichen Ausbildung zur Verfügung zu stellen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) legte in der Februarsitzung der Bürgerschaft den Abschlußbericht über das von ihr organisierte Projekt für 20 schwer vermittelbare Jugendliche vor.

Chancen des Programms

Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschloß die Bürgerschaft, einige Informationen des Berichtes zu vervollständigen und erneut eine Sondermaßnahme "Verbundausbildung" zu beginnen.

Schwächen und Stärken des abgeschlossenen Ausbildungsprojektes müssen zunächst analysiert werden. Im letzten Jahr mußten einige Jugendliche abbrechen, weil es nicht möglich war, den durch den verspäteten Anfang verpaßten Schulstoff aufzuholen. Rechtzeitiger Beginn muß also gewährleistet sein. In Zukunft müssen die Jugendlichen eine tarifliche Ausbildungsvergütung erhalten.

Verbesserungen nötig

Förderunterricht und eine sozialpädagogische Begleitung sind erforderlich. In der Mai-Bürgerschaftssitzung soll ein Konzept vorgelegt werden, wie die Jugendlichen nach erfolgreichem Abschluß in den Betrieben weiterbeschäftigt werden können. Schließlich sollen Jugendliche durch Maßnahmen nicht nur für ein Jahr "geparkt", also aus der Arbeitslosigkeit nur vorübergehend befreit, sondern so weit qualifiziert werden, daß sie in den ersten Arbeitsmarkt einsteigen können. Daher wird in einem weiteren Antrag der Grünen das Arbeitsamt gebeten zu prüfen, ob für Jugendliche eine Anschlußfinanzierung beiehungsweise einen Lohnkostenzuschuß ermöglicht werden kann, statt sie mehrere Maßnahmen hintereinander durchlaufen zu lassen.

Bündnis für Arbeit

Gedacht ist dabei an das
"100 000 Jobs für Jugendliche"-Programm der neuen Bundesregierung. Ein Teil dieses Projektes sieht vor, daß Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden haben, zunächst in einer außerbetrieblichen Einrichtung untergebracht werden.

Das erhöht ihre Chancen für einen betrieblichen Ausbildungsvertrag. Aber selbst wenn das nicht klappt, kann der Abschluß in der außerbetrieblichen Ausbildung erfolgen. So wird Perspektive geschaffen.

Also, nichts wie ran an die Arbeit! Die kostenlose Rufnummer für Ausbildung und Arbeit für junge Leute bis 25 Jahre lautet 080 00 -100 001.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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