Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 11. Mai 1999

Einsatz für Gleichberechtigung

Ziele und Themen des Frauenbüros für die nächsten Jahre

0740303.gif
Das Team des Lübecker Frauenbüros: Elke Sasse, Evelin Pötzsch, Gisela Heinrich und Margrit Lippitsch (v.li.)

"Die Frauenbewegung war im letzten Jahrhundert die wichtigste soziale Bewegung", führt Eva Rümkorf, frühere Kultusministerin des Landes Schleswig-Holstein, anläßlich ihrer Festrede zum zehnjährigen Geburtstagsempfang des Frauenbüros, aus. Heute hätte sich die gesellschaftliche Lage der Frauen grundlegend geändert und verbessert. Doch Themen, die damals aktuell waren, seien es immer noch, denn: "Die volle Entfaltung aller Kräfte von Frauen gibt es auch heute noch nicht". Deshalb appelliert Eva Rühmkorf an die Lübeckerinnen für das 21. Jahrhundert: "Seid selbstbewußt, nutzt eure Chancen, baut auf der bereits geleisteten Arbeit auf und kämpft weiter für Freiheit, Schwesterlichkeit und Brüderlichkeit".

Wie aber will das Team des Lübecker Frauenbüros diese Empfehlung in den nächsten Jahren mit Leben füllen?

"Frauen sollen die Chance haben, auf allen gesellschaftlichen Ebenen mitzuentscheiden", so Gisela Heinrich vom Frauenbüro. Vor allem in der Politik und in der Erwerbsarbeit stünden sie trotz bester Qualifikationen und Ideen im Schatten. Durch die Lokale Agenda 21 oder einen kommunalen frauenpolitischen Beirat soll mehr politische Teilnahme möglich sein. Die erste Voraussetzung hierfür wurde gerade ins Leben gerufen: ein Expertinnen-Netzwerk, das Fraueninteressen sichtbar und durchsetzbar macht.

"Neu einbringen möchte ich gern das Thema Frauen und Wirtschaft", ergänzt die zweite Frauenbeauftragte Elke Sasse. "Zu hinterfragen, wie Frauen als Wirtschaftkraft in der Stadt wahrgenommen werden, ist entscheidend, um auch für Frauen eine Wirtschaftsförderung zu entwickeln". Intern ist für beide Frauenbeauftragten die Umsetzung der Frauenförderpläne wichtig.

Die beiden Mitarbeiterinnen Margrit Lippitsch, die vor fast zehn Jahren das Sekretariat übernahm, und die Geschäftsstellenleiterin Evelin Pötzsch dagegen wünschen sich für das nächste Jahrzehnt vor allem "ein gutes, pfiffiges Team". Wichtig sei, nachdem das Frauenbüro endlich wieder vollständig ist, Teamarbeit zu entwickeln und festzulegen, wer künftig welche Aufgaben und welche Verantwortung übernimmt.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de