Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 11. Mai 1999

Jubiläum mit Typenkomödie

Niederdeutsche Bühne Lübeck bringt "Mien Mann, de föhrt to See"

Es ist die Saison der Jubiläen bei der Niederdeutschen Bühne Lübeck. Jetzt ist Volker Strauss an der Reihe:40 Jahre steht er nunmehr auf den Brettern und feiert das Jubiläum mit einer Hauptrolle - als Amandus Sötje in der erfolgreichen Komödie "Mien Mann, de föhrt to See" von Wilfried Wroost. Rudolf Höppner führt diesmal Regie, Premiere ist am Donnerstag, 13. Mai, 20 Uhr, in den Kammerspielen.

Zunächst aber zum Stück. Seit gut vier Jahrzehnten lachen die Freunde des Niederdeutschen Theaters über diese Hamburger Typenkomödie. Obgleich sie in der Nachkriegszeit spielt, bleiben ihre Grundzüge aktuell:Es geht um Liebe und Eifersucht, um Glück und Neid, vor allem aber ums Erben, bei dem sich die wahren Charakterzüge der Beteiligten zeigen. Hintergrund ist das kleinbürgerliche Umfeld von St. Pauli, wo man die von Wroost herrlich Karikierten noch heute antreffen kann.

Hier ist der Pantoffelheld Amandus Sötje zu Hause - diese Rolle ist Volker Strauss wie auf den Leib geschrieben. Er spielte schon während seiner Schulzeit als Statist und kleine Rollen bei "seinen" Niederdeutschen, denen sein Vater Arthur Strauss über 60 Jahre verbunden und nicht nur als Charakterdarsteller ein Motor war. Volker trat aus dem Schatten des Vaters heraus und setzte die ererbte schauspielerische Begabung auf seine persönliche Art um. Eindrucksvoll gelang ihm das schon als junger Mann in dem ernsten Stück "Kruut gegen den Dod". Er spielte seither schrullige Typen in Schwänken, sang und tanzte in Musicals wie in "Kiek mal wedder in", verkörperte zwielichtige Gestalten in Kriminalstücken wie in "Fisch to Veert" oder Ganoven wie den Hermann in "Plünnenball" - den letzteren so gut, daß ihn Autor Konrad Hansen für die Fernsehinszenierung holte.

Volker Strauss war sich nie zu schade, wenn es um kleine Rollen ging, wenn es einzuspringen oder technische Hilfe zu leisten galt. Und viele Jahre auch leitete er diese, seine Niederdeutsche Bühne Lübeck.

In "Mien Mann, de föhrt to See" sind seine Partner Hannelore Kastorff, Cathrin Koglin, Elsbeth Schütz, Karin Vogt, Udo Dietrich, Heino Hasloop, Dieter Koglin und Hans-Hermann Müller. Regie führt Rudolf Höppner, das Bühnenbild stammt von Jan Kothe. Weitere Aufführungen nach der Premiere folgen - jeweils um 20 Uhr - am 25. und 30. Mai (auch 16 Uhr) sowie am 3. Juni.

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