Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 11. Mai 1999

Exklusiv und begehrt

9. Lübecker Kammermusikfest im Kolosseum

Am Himmelfahrts-Wochenende ist das Kolosseum wieder Treffpunkt für Musikfreunde aus nah und fern: Die Lübecker Pianistin Evelinde Trenkner veranstaltet dort mit der 1988 von ihr gegründeten Scharwenka-Gesellschaft nun das neunte Festival mit Höhepunkten der Kammermusik aus der Kaiserzeit (1870-1918).

Sie eröffnet das Fest am 13. Mai mit Xaver Scharwenkas Polnischem Tanz Nr.1 - einem Megahit zu Lebzeiten des Komponisten. Camille Saint-Saens ist an allen drei Abenden vertreten: mit der Cellosonate op.32 (Mark Dobinsky und Diane Anderson), der Caprice Héroique sowie den Beethoven-Variationen - beide für zwei Klaviere und gespielt vom "Sinfonischen Duo Nr.1" Evelinde Trenkner und Sontraud Speidel.

Das Mannheimer Streichquartett steuert Philipp Scharwenkas op.120 und Dvoraks "Amerikanisches" (13. Mai) sowie das 1. Quartett von Max Bruch (14. Mai) bei. So exotisch wie sein Name "Pihtipudas Kvintetti" ist auch das Programm des finnisch-deutschen, einzig festen Klavierquintetts: mit Kompositionen von Sibelius und Kuula (14. Mai) sowie Elgar (15. Mai). Eine absolute Novität bieten Dobinsky und Andersen am zweiten Abend mit der Cellosonate von Adolphe Biarent. Auch das Scherzo für zwei Klaviere der Französin Mel Bonis zählt zu den Raritäten, die das Kammermusikfest so exklusiv und begehrt machen.

Der Pianist Lev Vinoncour bringt virtuose Strauß-Walzer und Albeniz-Tangos zum Ausklang am 14. und
15. Mai. Am letzten Abend erweitern Anna Haentjens und Sven Selle das Programm um literarische Chansons. Hermann Boie moderiert die drei Konzerte, die jeweils um 19.30 Uhr beginnen. In der Pause sowie danach wird zum Treffen von Publikum und MusikerInnen eingeladen.

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