Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 24. Juni 2019

Ausgabe vom 18. Mai 1999

Über dem Soll

Jahresbilanz der Geschichtswerkstatt Herrenwyk

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Das Hoffest im September sorgte für den Besucherrekord des vergangenen Jahres; SZ-Grafik

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher der Geschichtswerkstatt Herrenwyk ist im Jahr 1998 im Vergleich zum Vorjahr erheblich zurückgegangen. Während sich 1997 noch 4823 Gäste in der Kokerstraße einfanden, waren es 1998 "nur" noch 3567. Die Hauptursache für diesen Rückgang sieht Museumsleiter Dr. Wolfgang Muth in der Sonderausstellung zur Zwangsarbeit, die im Jahr 1997 außerordentlich erfolgreich gewesen ist. "Solche Erfolge lassen sich leider nicht jedes Jahr wiederholen", schreibt Muth in seinem Bericht für den Ausschuß für Kultur- und Denkmalpflege, der in der vergangenen Woche getagt hat.

Gleichwohl liegt die Besucherzahl deutlich über dem Soll von 3000 - ein Beleg dafür, daß die vier Sonderschauen des Jahres 1998 ebenfalls auf reges Interesse gestoßen sind.

Erfreulich ist auch die Tatsache, daß sich im vergangenen Jahr 38 Schulklassen und zwei Kindergartengruppen neben 21 Jugend- und Erwachsenen- gruppen zur Besichtigung eingefunden haben. In den Schulen, weiß Muth, stehe das Thema Industrialisierung auf dem Lehrplan; deshalb nutzten viele Lehrkräfte die Möglichkeit, das Thema auch über die anschauliche Ausstellung in der Geschichtswerkstatt zu vermitteln.

Für das laufende Jahr erhofft sich Muth ebenfalls eine deutlich über dem Soll liegende Besucherzahl. Ein erster Schritt dazu ist mit der Sonderschau "Ich hab' mich hochgetippt. Frauenarbeit im Büro" getan, die am vergangenen Wochenende von Schleswig-Holsteins Frauen- und Jugendministerin Angelika Birk eröffnet wurde.

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