Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 18. Mai 1999

Wakenitz unter Naturschutz

Gebiet ist 607 Hektar groß - Verordnung gilt nicht für Autobahntrasse

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Die Wakenitz ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen; Foto: M. Erz

Die Wakenitz ist jetzt als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Nach Abschluß des rechtlichen Verfahrens und der erfolgten Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt hat die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet formal Rechtskraft. Das teilte die Landesregierung Schleswig-Holsteins vergangene Woche mit.

Das Naturschutzgebiet Wakenitz zeichnet sich dadurch aus, daß verschiedene wertvolle, miteinander verbundene Bereiche über viele Jahre weitgehend ungestört blieben vor inten-
siver Nutzung: offene Wasserflächen, ausgedehnte Schwimmblatt-, Röhricht- und Verlandungszonen, Nebenbuchten und Seitenarme, Steilufer, Niedermoorflächen und breite Bruchwaldzonen mit Übergängen zu trockenen Lebensräumen. "Ich freue mich, daß wir dieses für den Naturschutz so wertvolle Gebiet in der Hansestadt Lübeck und im Kreis Herzogtum Lauenburg langfristig sichern können", sagte Landesumweltminister Rainder Steenblock anläßlich der Ausweisung. Die Wakenitz habe mit einer Fläche von rund
607 Hektar auch als Bindeglied zwischen der Ostsee und der Elbe eine herausragende Bedeutung.

An der Wakenitz wurden eine ganze Reihe gefährdeter Tierarten nachgewiesen. Ferner kommen hier verschiedene Laichkrautarten, zwei seltene Tausendblattarten und Schwimmblattarten in ausgedehnten Beständen vor.

Der überwiegende Teil der im Naturschutzgebiet liegenden Flächen ist im Besitz der Hansestadt Lübeck. Mit der Wakenitz als fünftem Naturschutzgebiet der Hansestadt erhöht sich der Flächenanteil der Naturschutzgebiete auf 1.928 Hektar, das entspricht etwa neun Prozent der Stadtfläche.

Alle im Naturschutzgebiet verlaufenden Wege bleiben nutzbar, so daß die charakteristische Landschaft mit ihrem hohen Erlebniswert weiterhin genossen werden kann.

Die Verbote der Verordnung gelten nicht für die geplante Trasse der Bundesautobahn A 20, sofern diese planfestgestellt sind.

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