Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 18. Mai 1999

Guter Rat

Unterhaltsanspruch der nichtehelichen Mutter

Aus einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ist ein Kinder hervorgegangen. Die Vaterschaft wurde anerkannt. Ein halbes Jahr nach der Geburt zog der gut verdienende Vater aus der gemeinsamen Wohnung aus und zahlte nur den Kindesunterhalt. Er verweigerte Unterhaltszahlungen an die nichteheliche Mutter. Unter welchen Voraussetzungen hat die nichteheliche Mutter einen Unterhaltsanspruch?

Die nichteheliche Mutter hat grundsätzlich einen eigenen Unterhaltsanspruch gegen den Vater, wenn von ihr wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Dieser endet drei Jahre nach der Entbindung (§ 16 15, 1 BGB).

Der Vater des nichtehelichen Kindes haftet für den Unterhalt der Kindesmutter vor den Eltern und Verwandten der Mutter.

Im geschilderten Fall erhält die Mutter Unterhalt für sich und das Kind und wird erst wieder in das Erwerbsleben zurückkehren, wenn das Kind drei Jahre alt ist.

Rechtsanwältin Barbara Dobrick

In der

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de