Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. April 2019

Ausgabe vom 27. Juli 1999

Einsatz der Hansestadt ist massiv

Städtische Mitarbeiter gemeinsam im Boot der Travemünder Woche

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Einpacken nach einer tollen Segelwoche; Foto: M. Erz

Die 110. Travemünder Woche (TW) ist zu Ende. Ideale äußere Bedingungen für die Segler und ein aufwendiges Rahmenprogramm an Land brachten den Organisatoren viel Lob ein. Die Gelobten vergaßen dabei nicht, ihre größte Helferin zu würdigen. "Wenn wir alle erbrachten Leistungen in Geld ausdrücken würden, müssen wir zugeben, daß die HansestadtLübeck mindestens 50 Prozent einbringt", sagt LYC-Geschäftsführer Dr. Claus-Dieter Stolze.

Denn daß die Travemünder Woche, die insgesamt eine halbe Million Mark kostet, ganz erheblich von den städtischen Leistungen abhängt, wird zwar nicht an die große Glocke gehängt. Doch es ist so: Ohne den Einsatz von städtischen Mitarbeitern und städtischem Geld könnte sie kaum stattfinden.

Am stärksten eingebunden ist der Bereich Schule und Sport, der auch den städtischen Direktzuschuß von 70 000 Mark an die TW überweist. Bereichsleiter Klaus-Dieter Schulz arbeitet mit allen verfügbaren Leuten viele Manntage für das Ereignis. Er beziffert diesen Einsatz auf rund 20 000 Mark. Außerdem stellt er viele Liegeplätze im Sporthafen im Wert von mehreren Tausend Mark kostenfrei zur Verfügung.

Teure "Senator Emil Peters"

Zweites Beispiel: Feuerwehr. Mit dem Löschboot "Senator Emil Peters", auf der an allen Tagen des Segelereignisses vier Mann Besatzung bis zu 13 Stunden Dienst tun, unterstützt die Berufswehr die Segelwettkämpfe. "Tonnenlegen, Regattabegleitungen und Sicherheitseinsätze" benennt Rainer Löwe die Aufgabe des Schiffes, das die Stadt pro angefangener Stunde immerhin 1019 Mark kostet. So kommen insgesamt rund 82 000 Mark für sieben Tage zusammen, die ohne großes Aufhebens von der Hansestadt getragen werden.

Kein Pappenstil ist auch das, was der Bereich Wasser und Hafen einbringt. Der Verholschlepper "Büffel" mitsamt zwei Mann Besatzung dient an allen Tagen als Start und Zielschiff. Die Leute von Bereichsleiter Hans-Wolfgang Wiese bauen zudem Slip-Rampen für die Jollen und unterstützen die Segler somit mit immerhin rund 14 000 Mark.

Ausgesprochen wichtig und nicht zu beziffern ist auch der Einsatz derjenigen städtischen Kräfte, die seit Jahren unentgeltlich zur Unterstützung der Regattaorganisation abgestellt werden. Unter der Leitung von Gerd Gurgel sind sechs freiwillige Mitarbeiter aus unterschiedlichen Dienststellen als Regattaleiter, Organisatoren und Helfer unterwegs. Hinzu kommen Mitarbeiter und das Geld der Bürgermeisterkanzlei, die mehrere Empfänge ausrichtet oder logistisch unterstützt.

Und auch die Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale (LTZ) hat wesentlichen Anteil am Gelingen des Ereignisses: Sie stellt kostenlos Flächen zur Verfügung, die an Händler weitervermietet werden können und sorgt für einen Großteil des umfangreichen Begleit- und Festprogramms.

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