Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 23. August 2019

Ausgabe vom 27. Juli 1999

Gelder für Problem-Gebiete

Weitere Förderung für Hudekamp - St. Lorenz neu aufgenommen

Lübeck ist in das neue Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen worden. Vergangenen Freitag ging der Erlaß beim Bereich Stadtplanung ein. Das Programm dient der Entwicklung von Stadt- und Ortsteilen, die bisher benachteiligt waren, teilte die Pressestelle des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Wohnungs- und Städtebau mit.

Das neue Förderprogramm hat ein Volumen von zehn Millionen Mark, die zu je einem Drittel von Bund, Land und Gemeinden aufgebracht und im Laufe von fünf Jahren ausgezahlt werden. Für Lübeck-Hudekamp sind 500 000, für Lübeck-St.Lorenz 2,3 Millionen Mark vorgesehen. Von diesen Beträgen muß die Hansestadt jeweils ein Drittel aufbringen. Für Hudekamp bedeutet die Aufnahme ins Programm "Soziale Stadt" eine Ergänzung. Durch öffentliche Fördergelder - rund drei Millionen Mark - wurde bereits vieles erreicht: So werden rund 600 Quadratmeter einer teils leerstehenden Tiefgarage zu einem Bürgertreff umgestaltet. Aber auch viele weitere Maßnahmen, etwa die Anlage von Bolz- und Basketballplätzen haben dazu geführt, das (soziale) Umfeld dieses Stadtteils zu verbessern.

Auf eine breite Basis stellen

St.-Lorenz ist erstmals in die Förderung aufgenommen worden. Eine ganze Reihe von Maßnahmen ist vorgesehen, die jedoch alle den Vorstellungen des Landes entsprechen sollten. So legt Ministerin Angelika Birk "besonderen Wert auf eine umfassende Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger." Um das zu erreichen, solle ein Stadtteilmanagement gebildet werden. Bestehende soziale Einrichtungen, Ausländergruppen oder Mieterinitiativen sollen bei der Erarbeitung des Maßnahmekatalogs zusammenarbeiten, der dann umgesetzt werden kann.

Ziel des Programms ist unter anderem, arbeitslose Jugendliche in Beschäftigung (-sprogramme) zu bringen, Aus- und Fortbildungsangebote zu schaffen, die Stadtteilkultur zu verbessern und die Umwelt zu entlasten. Aber auch soziale, kulturelle und freizeitbezogene Aktivitäten sollen durch die Fördergelder initiiert werden.

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