Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. April 2019

Ausgabe vom 27. Juli 1999

Editorial

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Bis 1864 war es Lübeckern bekanntlich verboten, aus Besteuerungsgründen außerhalb der Stadtmauern zu residieren. Daß es auch heute noch riskant sein kann, allzuweit von der Altstadt entfernt zu siedeln, zeigt das aktuelle Beispiel unseres Kollegen und Neu-Herrnburgers M.L.: Beim Versuche der raschen Annäherung an das Rathaus zwecks Arbeitsaufnahme stürzte ebenjener vom Rad!

Derartiges geschieht in der Hansestadt (Schlaglöcher!) zwar täglich. Doch fand jener Sturz auf dem Weg längsseits der Wakenitz unweit der Siedlung Hohewarte in berichtenswerter Weise statt. Ursache: Unangepaßte Fahrweise (zu hohes Tempo) und eine uneinsichtige Kurve. Denn als M.L. in rascher Fahrt durch die Wegesbiegung glitt, sah er sich urplötzlich einem Herrchen mit Großhund gegenüber - verbunden durch eine quer über den Weg gespannte Leine. Das reaktionsschnell eingeleitete Ausweichmanöver von M.L. vermied zwar Schäden an Herrn und Hund, denn er leitete den Drahtesel sicher in die Wakenitz. Das Vorderrad kontaktierte dabei allerdings den saug-
festen Uferschlamm. Der erfahrene Radpilot schaffte somit einen eleganten Abflug über den Lenker und legte mitsamt Sturzhelm einen sehenswerten Kopfsprung hin - Haltungsnote 6! Pudelnaß und mit einer verschlammten Radkette ging es weiter Richtung Altstadt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, das ist auch nicht anders inIhrer SZ-Redaktion

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