Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. April 2019

Ausgabe vom 03. August 1999

IM GESPRÄCH

,,Bereich Kultur gehört in die Stadt''

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Dr. Ada Kadelbach ist Leiterin des Bereichs Kultur der Hansestadt Lbeck, der insgesamt 16 Einrichtungen umfa§t; Foto: N. Lwe

Der Bereich Kultur zieht nun von einem historischen Gebäude in ein anderes - warum denn nicht in moderne Räume wie etwa die an der Kronsforder Allee?

Wir sind sehr gern im Buddenbrookhaus gewesen und scheiden mit einem weinenden Auge - aber wir freuen uns über die dynamische Entwicklung, die das Heinrich-und Thomas-Mann-Zentrum genommen hat. Wir haben lange gesucht, bis wir etwas Adäquates gefunden hatten:In einer Stadt mit tausend Kulturdenkmälern, mit einem solchen Kulturerbe muß die Kulturverwaltung mittendrin sein - die Besucher erwarten das doch. Außerdem ist das Stadtpalais ein sensibles Gebäude, das eine sensible Nutzung braucht. Wir freuen uns auf den Umzug in einen reizvollen Innenstadtteil, in dem viel passiert. Und wir bleiben ja im Zentrum, bekommen andere Kultureinrichtungen in den Blick. Und nicht zu vergessen: Im Stadthaus und im Buddenbrookhaus lagen unsere Räume im 1. und 2. Stock, jetzt sind wir Parterre - das ist publikumsfreundlicher für die erste Kultur-Anlaufstelle in unserer Stadt. Schließlich haben wir die große Chance, nach der Verwaltungsstrukturreform alles inklusive Controlling und Film unter ein Dach zu bekommen. Hinsichtlich der Nordischen Filmtage verspreche ich mir einen enormen Synergie-Effekt.

Das Atelier für die Kunst-Stipendiaten im Buddenbrookhaus geht verloren - finden Sie ein neues?

Hoffentlich! Vielleicht steht uns ja die Gästewohnung im Burgkloster zur Verfügung für einen Kunststipendiaten im Jahr. Beide litauische Künstler, die jetzt unsere Gäste waren, haben wieder bewiesen, wie sinnvoll und wertvoll diese Einrichtung für Lübeck ist.

Wie beurteilen Sie die Aussichten für "Buddenbrookhaus" 2000 im Expo-Jahr?

Die Expo ist ein herrlicher Anlaß dafür, um einen Traum zu verwirklichen: die Atmosphäre des Romans sinnlich erfahrbar zu machen. Wir werden bald erheblich mehr Besucher haben und dann auch einen neuen Besucher-Typus ansprechen. Lübeck hat die wirklich große Chance, mit dem einzigen Expo-Kulturprojekt weltweit Aufmerksamkeit zu erregen. Es gibt auf der Expo ja eine ganze Schleswig-Holstein-Woche mit einem Lübeck-Tag - die werden unbedingt zum Besuch der Hansestadt anregen.

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