Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 03. August 1999

Die Holzbläser

Lübecker Philharmoniker - Teil 3 der SZ-Serie

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Die Holzblser-Gruppe der Lbecker Philharmoniker; Foto: N. Lwe

Keine Gruppe ist unter sich so verschieden wie die der Holzbläser. Hier sitzen die Individualisten des Orchesters. Das beginnt beim Einstimmen:Die Oboe gibt mit ihrem Kammerton a für die KollegInnen im wahrsten Sinne des Wortes "den Ton an". Keine andere Gruppe ist von den Komponisten mit so vielen herrlichen Soli bedacht worden, kaum eine Gruppe ist für den Farbenreichtum des Klangkörpers so wichtig.

Die Flöte zählt, obwohl in jüngerer Zeit meist aus Metall, weiterhin zu den Holzbläsern. Zu Soloflötist Thomas Biermann gesellen sich Sidney Smith, Ortrun Stroh und Viola Hegge, die auch die hohe Piccoloflöte an die Lippen setzen, wenn die Partitur es vorschreibt.

Die Oboen dienten im Barock meist zur Verstärkung der Violinen. Seit der Klassik übernehmen sie immer mehr eigene Melodie-Funktion - wie Johannes Brüggemann hören läßt, dem Masao Fukuda und Wolfgang Eickmeyer zur Seite sitzen, letzterer auch als Spezialist für das tiefere Englischhorn.

Die Klarinette bildet innerhalb der Holzbläser die größte Familie und geht bis hinunter zur Baßklarinette. Diese ist meist der vierten Position vorbehalten, in Lübeck hält sie Klaus Reichwein, während Solokarinettist Eckhard Schmidt-Behrens, Bernd Rodenberg und Horst-Dieter Fentzahn in den höheren Lagen zuhause sind.

Endlich kommt das volltönende, tiefe Fagott. Hier ist die Soloposition seit Jahren leider unbesetzt, so daß die junge Luise Wiedemann und Dagmar Reinländer immer wieder auf Unterstützung durch auswärtige Kollegen angewiesen sind.Güz

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