Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 22. August 2019

Ausgabe vom 03. August 1999

Fleißige Handwerker

Umbauten und Sanierungen während der Ferien

Trotz Sommerferien besteht für den Bereich Hochbau der Hansestadt Lübeck keine Gelegenheit zum Ausspannen. Bis Ende August sind in vielen Schulen, Kitas und anderen städtischen Einrichtungen die Handwerker tätig, um die nötigsten Sanierungs- und Umbauarbeiten zu erledigen.

37 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 4,8 Millionen Mark hat Uwe Jens Hansen, Leiter des Bereiches Hochbau, auf seiner "Sommerliste" stehen. 1,08 Millionen Mark verschlingen dabei Fenstererneuerungen und -anstriche, 610 000 Mark sind vorgesehen für Sicherungsmaßnahmen an Türen und Nottreppen, sowie 142 000 Mark für Dachsanierungen.

Größter einzelner Ausgabenposten sind dabei die Arbeiten an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Schlutup, die für 904 000 Mark umgebaut wird. Auf 700 000 Mark kommt der Umbau der ehemaligen Stadtvilla Schildstraße 12, vormals Amt für Wohnungswesen. Hier zieht in den nächsten Wochen ein Großteil des Fachbereichs Kultur vom Buddenbrookhaus um. Senator Ulrich Meyenborg leitet bereits seine Amtsgeschäfte aus Räumen des repräsentativen städtischen Gebäudes, in dem früher Bürgermeister und andere Persönlichkeiten standesgemäß wohnten.

Beachtliche Investitionen fließen auch in die St. Jürgen-Realschule: 490 000 werden dort für die Erneuerung der Physik- und Chemieräume verbaut. Für 255 000 Mark beseitigt die Stadt Sicherheitsmängel an der Dorothea-Schlözer-Schule. Und 224 000 Mark läßt sie sich die Sanierung der WC-Anlagen in der Francke-Schule kosten.

Hinzu kommt als Großbaumaßnahme die neue Burgtorhalle, die rund 8,3 Millionen Mark kosten wird.

Insgesamt gibt die Hansestadt für Bauunterhaltung in diesem Jahr 13 Millionen Mark aus. "Viel zu wenig. Das ist praktisch ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt Hansen. Der Hansestadt gehören rund 600 Objekte, darunter 68 Schulen, 15 Kitas und eine Vielzahl von Verwaltungsgebäuden im Gesamtwert von 1,9 Milliarden Mark. Üblich sei es, ein bis zwei Prozent dieses Wiederbeschaffungswertes jährlich für die Bauunterhaltung auszugeben. Dies wären 19 bis 38 Millionen Mark, die jährlich aufgebracht werden müßten.

Da die Hansestadt aus Sparzwängen heraus diese Summe seit Jahren nicht erreicht, ist inzwischen ein Sanierungsstau aufgelaufen, den vor allem die Schulen beklagen: Dort sind noch veraltete Dampfheizungen im Einsatz, die dringend ersetzt werden müßten.

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