Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Oktober 2018

Ausgabe vom 17. August 1999

"So schön wie nie zuvor"

Symbolischer Spatenstich für Umbaumaßnahme am Holstentorplatz

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Im Zuge der Umbauma§nahmen wurden auch die bisherigen provisorischen Gehwegplatten entfernt; Fotos (2): T. Wewer

"Das wird eine Entlastung für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer", betonte Bausenator Dr. Volker Zahn am Mittwoch beim symbolischen Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der Umgestaltung des Holstentorplatzes. Wie berichtet, wird es nach dem Umbau möglich sein, von der Willy-Brandt-Allee direkt in die Possehlstraße zu fahren. Dadurch entfällt der Umweg über den Lindenplatz. Damit werde zugleich auch dieses Nadelöhr entschärft, freute sich Zahn. In der Willy-Brandt-Allee ist die Ausweisung je einer Fahrspur in Richtung Lindenplatz und Possehlstraße vorgesehen. Ausgewechselt werden zudem die Gehwegplatten vor den Löwen in Richtung Holstentor.

Freuen können sich auch Fahrradfahrerinnen und -fahrer: Gebaut wird nämlich ebenfalls ein Radweg, der die vorhandenen Radwege an der Willy-Brandt-Allee und Possehlstraße verbindet. Damit entfällt die bisherige Führung auf der Fahrbahn. Die Verbindung wird als Zweirichtungsradweg ausgewiesen.

Die neue Querung des Holstentorplatzes wird durch eine veränderte Schaltung der Ampeln abgesichert, die nach Ansicht des Bereichs Verkehr so geregelt sein wird, daß damit eine spürbare Entlastung des Verkehrsaufkommens einhergehen wird.

Für die Umbaumaßnahmen hat der Bereich Verkehr noch etwa fünf Wochen vorgesehen. Die Behinderungen durch die Bautätigkeit werden so gering wie möglich gehalten. So werden die Asphaltierungsarbeiten an einem Sonntag ausgeführt, erklärt Bauaufseher Oliver Hauch vom Bereich Verkehr. Denn da gebe es nicht nur weniger Pkw-Verkehr, sondern auch deutlich weniger Linienbusverkehr. Dennoch sind Beeinträchtigungen nicht völlig zu vermeiden, deshalb bittet der Bereich um Verständnis und insbesondere um eine besonders aufmerksame Fahrweise während der Bauphase.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme betragen rund 1,4 Millionen Mark. Vom Land gibt es dafür rund eine Million Mark. 1,1 Millionen verschlingt die jetzige Maßnahme, während der erste Bauabschnitt, bei dem im vergangenen Jahr die Flächen für Fußgänger neu gestaltet und behindertengerechte Rampen zur Grünfläche vor dem Holstentor gebaut worden sind, zirka 300 000 Mark gekostet hat. Wenn der Umbau fertig sei, werde der Platz "so schön wie noch nie zuvor in der Nachkriegszeit", versprach Zahn.

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