Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 24. September 2018

Ausgabe vom 14. September 1999

Höher für die Tiefe

Bahngleis angehoben - Tunnel für Neubaugebiet

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Mit dieser Spezialmaschine können Gleise angehoben werden; Foto: M. Langentepe

Riesige Spezialmaschinen waren kürzlich im Neubaugebiet "An den Schießständen" im Einsatz, um das LHG-Gleis um 75 Zentimeter anzuheben. Dadurch befindet es sich nun auf einer Höhe mit dem DB-Gleis nach Schlutup direkt am Neubaugebiet.

Die Angleichung des Gleises auf einer Länge von 400 Metern war notwendig, um den geplanten Fußgänger- und Radfahrertunnel bauen zu können. Wären die Gleise auf dem alten Niveau geblieben, hätte der rund zweieinhalb Meter hohe Tunnel tiefer gebaut werden müssen. Das hätte zu Kontakt mit dem Grundwasser geführt. Mit dem Bau wird voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen. Eigentlich läßt die Hansestadt Lübeck aber nicht einen, sondern zwei Tunnel von der Deutschen Bahn bauen: Der Tunnel teilt sich in zwei je sechs Meter lange Abschnitte unter den Gleisen. Zwischen den Schienensträngen wird ein ebenfalls sechs Meter breiter Einschnitt sein, durch den der Tunnel natürliches Licht erhält. Eine Maßnahme, um etwaige Tunnelangst gar nicht erst aufkommen zu lassen - ebenso wie helle Fliesen und ausreichende Beleuchtung. Da die Stadt die Tunnel bezahlt, die Deutsche Bahn aber in eigener Regie baut, ist derzeit noch offen, wann die Verbindung tatsächlich fertig ist. Der Abstimmungsbedarf der Bahn ist bei solch einem Eisenbahnkreuzungsbauwerk enorm, das Genehmigungsverfahren entsprechend langwierig.

Indirekt bezahlen die BewohnerInnen des Neubaugebiets den Tunnel: Die Stadt hat durch den Verkauf der Baugrundstücke entsprechende Einnahmen erzielt.

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