Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 19. November 2018

Ausgabe vom 14. September 1999

Unpathetisch und beschwingt

Grundsteinlegung: Sporthalle am Burgfeld wird im Dezember 2000 fertig

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Architekt Diethelm Hoffmann wirft Münzen in die Dokumentenrolle. Neben ihm die Senatoren Dr. Volker Zahn und Ulrich Meyenborg (v.li.); Foto: M. Langentepe

Mit dem Einmauern der Dokumentenrolle haben in der vergangenen Woche Bausenator Dr. Volker Zahn, Sportsenator Ulrich Meyenborg und der Architekt Diethelm Hoffmann den Grundstein für die Sporthalle Burgfeld am Jerusalemsberg in Lübeck gelegt. Bis zum Dezember 2000 soll die Dreifeld-Sporthalle fertiggestellt sein. Der Neubau kostet rund 8,3 Millionen Mark. Davon trägt die Hansestadt mehr als die Hälfte. Etwa 3,2 Millionen Mark steuert das Land Schleswig-Holstein bei, außerdem gibt es weitere 85 000 Mark, eine Sonderförderung für behindertengerechtes Bauen.

Die Sporthalle in direkter Nachbarschaft zur Geschwister Prenski-Gesamtschule und der Berufsbildenden Dorothea-Schlözer-Schule entsteht am südlichen Teil des Sportplatzes Burgfeld. Zwischen den Straßen Travemünder Allee, Am Gertrudenkirchhof und Jerusalemsberg gelegen, nutzen später beide Schulen sowie der Breitensport der Vereine die Halle. Während die bestehende 400-Meter-Bahn als Folge des Baus nicht verlegt werden muß, werden Kugelstoßanlage und weitere Sporteinrichtungen verlagert.

Die Sporthalle gliedert sich in einen eingeschossigen Hallenteil mit einem längsseits angegliederten zweigeschossigen Nebentrakt. In diesem sind die Umkleidekabinen, die Geräte- und Technikräume. Die Sporthalle, die sich zu drei Abteilungen von 15 mal 27 Metern unterteilen läßt, wird von der Straße Am Gertrudenkirchhof über eine Eingangshalle erschlossen. Ein galerieartiger Erschließungsgang zu den Umkleidekabinen erlaubt gleichzeitig Einblick und Überblick über den Betrieb in den Hallenbereichen. Die Organisation im Umkleidetrakt ermöglicht eine beliebige Zuordnung der Umkleidekabinen zu den jeweiligen Teilhallen. Auf der unteren Hallenebene liegen die Umkleidekabinen der Lehrkräfte, der Sanitätsraum mit der Behindertenumkleidekabine, die Geräte- und technischen Räume. Als wirtschaftlich günstigste Lösung wird die Halle durch eine Fußbodenheizung beheizt.

Da die Halle in einem besonders empfindlichen Bereich des Burgfelds an dem alten historischen Prozessionsweg zum Jerusalemsberg, in Nachbarschaft zum ehemaligen Gertrudenkirchhof und im Grünbereich der einstigen Wallanlagen liegt, stand das Architekturbüro Hoffmann und Krug vor der Aufgabe, die Sporthalle so zu planen, daß sie sich in die Umgebungsbebauung einpaßt. Dadurch, daß der Hallenbereich eingeschossig abgesenkt wird, kann das beträchtliche Bauvolumen, die Halle ist 27 mal 45 Meter groß und weist eine lichte Hallenhöhe von sieben Metern auf, in seinem Erscheinungsbild erheblich reduziert werden. Die gewählte Konstruktion leichter Stahltragwerke mit weitgehend natürlicher Belichtung der Hallen führt darüber hinaus zu einer "unpathetischen und beschwingten Bauform", erklärt der Bereich Hochbau.

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