Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 24. September 2018

Ausgabe vom 14. September 1999

Die MuK wird fünf

Feier mit Konzert, Ball, Tanz, Tag der offenen Tür

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Ein modernes Wahrzeichen Lübecks: die Musik- und Kongreßhalle; Foto: Privat

Wie die Zeit vergeht:Vor fünf Jahren erst wurde die Musik- und Kongreßhalle eingeweiht - jetzt ist sie mit ihrem Kürzel "MuK" längst vertraut, beliebt und weithin bekannt. Am 1. und 2. Oktober kann das erste kleine Jubiläum gefeiert werden.

Anfang 1980 trat der Verein Konzertsaal für Lübeck auf den Plan; die bald größte kulturelle Bürgerinitiative im Lande forderte angesichts der desolaten Stadthalle eine würdige Heimat zu- nächst für das Orchester der Hansestadt Lübeck für seine sinfonischen Konzerte. Ein Umbau-Wettbewerb war bereits entschieden, als das Land 60 Millionen Mark für den Neubau einer Musik- und Kongreßhalle bewilligte. Aus einem internationalen Wettbewerb ging das Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner als Sieger hervor.

Merkmal: Gläserne Rotunde

Da steht sie nun, die Muk, auf der Wallhalbinsel, ist die effektivste Investition der Hansestadt für die Zukunft und in ihrer Form, die an einen Dampfer an der Untertrave erinnert, ein architektonisches Wahrzeichen.

Der klassische Konzertsaal mit seiner optimalen Akustik und den 2000 Plätzen ist das Herzstück.Hier fand am 1. Oktober 1994 die festliche Eröffnung mit den Lübecker Philharmonikern unter ihrem Generalmusikdirektor (GMD) Erich Wächter statt - und hier werden sie am Freitag, 1. Oktober, 19 Uhr, das Jubiläumskonzert geben. Diesmal mit beschwingten Weisen unter anderem von Rossini, Tschaikowsky, Johann Strauß und Frederic Loewe. Gegen
22.30 Uhr folgt ein Jubiläumsball mit großem Buffet und Überraschungen.

Das große Merkmal der MuK ist die gläserne Rotunde - mit der Figurengruppe "Die Fremden" von Thomas Schütte darauf - , also das Foyer mit seiner Multi-Funktionalität für Kongresse, Bälle, Ausstellungen sowie Veranstaltungen auf dem Pop- und Rock-Sektor mit bis zu 1400 Sitz- oder 3500 Stehplätzen.Hier findet am Sonnabend,
2. Oktober, ab 21 Uhr die MuK-Party
"NDR 2 & LN-Tanzhalle Spezial" mit
DJ Klaus Schulz und NDR 2-Moderatorin Dörte Graner statt.

Zuvor ist an diesem Sonnabend Gelegenheit, zwischen 10 und 18 Uhr bei einem "Tag der offenen Tür" einen Blick hinter die Kulissen dieses großen Unternehmens zu tun - vom klimatisierten Kellerraum mit seinen vom Konzertsaal-Verein gespendeten Instrumenten, darunter drei Konzertflügel und eine Orgel, über die Bühne bis nach oben zu den Seminar- und VIP-Räumen mit dem Furtwängler-Zimmer.

Über 1500 Veranstaltungen in fünf Jahren in der MuK verzeichneten insgesamt 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher. 35 Mitarbeiter hat MuK-Chef Johann W. Wagner in seinem "absoluten Dienstleistungsbetrieb", den eine Sieben-Tage-Woche und eine 24-Stunden-Bereitschaft prägt. "Unser Schwergewicht liegt auf Service und Technik", betont der erfahrene Kultur- und Kongreß-Manager Wagner, der die MuK von Anbeginn leitet.

Führende Kongreßstadt

Der Jahresetat liegt bei 11,5 Millionen Mark, davon sind drei Millionen Mark städtischer Zuschuß. Eine Halle dieses Zuschnitts kann sich weder hier noch anderswo selbst tragen. Dafür kommt durch die Veranstaltungen ein "Kaufkraftzufluß" in die Hansestadt, dessen Höhe Wagner für die vergangenen fünf Jahre auf 54 Millionen Mark beziffert.

Durch die MuK ist Lübeck eine der führenden Kongreßstädte in Nordeuropa mit bis zu 2000 Teilnehmern geworden. Um bei den ganz großen und wirklich lukrativen Kongressen mithalten zu können, ist laut Wagner noch eine multifunktionale Messehalle nötig. Die Holstentorhalle, die von der MuK-Betreibergesellschaft - 90 Prozent der Anteile hält die Stadt, zehn Prozent der NDR, allerdings ohne Verlustbeteiligung - mitverwaltet wird, wird derzeit nicht angeboten, vor allem, weil es nach dem angeordneten Abbau des Vorzelts keinen Eingangsbereich gibt.Güz

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