Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 22. Dezember 1997

Bedenken unvollständigwiedergegeben

Zu: "Sanierungsprojekt macht Schule". SZ vom 25. November.

In dem Artikel "Sanierungsprojekt macht Schule" sind die von unserem Geschäftsführer Andreas Katschke mitgeteilten Bedenken der Handwerkskammer an dem Vergabeverfahren an einen Generalübernehmer nur sehr unvollständig wiedergegeben worden.

1. Die Auftragsvergabe an einen Generalübernehmer, der neben der vollständigen Abwicklung des Bauvorhabens auch die Planung und Finanzierung über 20 Jahre übernimmt, schließt nach allen Erfahrungen das Handwerk vor Ort von den Aufträgen aus. Kleinere Handwerksbetriebe haben nicht die Möglickkeit, als Generalübernehmer aufzutreten. Die Aufträge an die Fachfirmen werden vom Generalübernehmer ohne öffentliche Ausschreibungen vergeben. Nach unserer Kenntnis ist lediglich im Bereich der Elektroarbeiten ein Lübecker Betrieb mit einem Auftrag bedacht worden.

Das Auftragsvolumen liegt nach Angaben der Lübecker Stadtzeitung bei 7,5 Millionen Mark. Der durchschnittliche Umsatz je Beschäftigten im Lübecker Handwerk beträgt nach den Ergebnissen der Handwerkszählung 1995 etwa 130 000 Mark. Rechnerisch entsprechen Aufträge über 7,5 Millionen Mark also der Umsatzleistung von etwa 58 Beschäftigten im Lübecker Handwerk. Es liegt auf der Hand, daß durch die Beauftragung von Betrieben außerhalb Lübecks in der Hansestadt Arbeitsplätze gefährdet sind.

2. Der Generalübernehmer hat nach unserer Kenntnis auch die Planung für die Baumaßnahme übernommen. Die Kosten für die Planung sind in die Gesamtkalkulation des Generalübernehmers eingeflossen und müssen von der Hansestadt Lübeck bezahlt werden - 20 Jahre lang. Dabei hat die Hansestadt Lübeck

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