Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 22. Dezember 1997

Handel wird von Amtswegen in Ruin getrieben

Zu: ,,Baustellen können nerven''.

SZ vom 18. November

Die "Initiative Mühlenstraße/Mühlenbrücke" hat bereits am 2.12. 1994 auf die existenzbedrohende Lage der Geschäftsleute in der Innenstadt durch die Verkehrsberuhigung und Sperrung des Klingenberges hingewiesen. Es wurde uns durch die rot/grüne Bürgerschaft empfohlen, mehr Eigen-initiative zu entwickeln. Bausenator Dr. Zahn hat viel versprochen und entfernt sich dabei immer weiter von der Realität.

Hier einige Zitate, die diese Aussage untermauern: Interview Radio Hamburg vom 25.11.94: "Wenn jemand wirklich Umsatzverluste erleidet, dann ist er in der Lage dieses zu belegen. Und wenn das der Fall ist, dann können Sie sicher sein, daß die Stadt sich sofort etwas anderes überlegt, denn wir wollen den Handel in der Altstadt existenz- und konkurrenzfähig erhalten."

Sieben Geschäfte haben auf Grund dieser Aussage durch ihre Steuerberater ihre Umsätze offengelegt und dem Bausenator übergeben. Geschehen ist bis heute nichts. In einem weiteren Schreiben vom 3. 7. 96 teilt Bausenator Dr. Zahn mit: "Gegen den Willen der Anlieger der Mühlenstraße kann und wird es keinen Ausbau der Mühlenstraße geben." Aber in den verschiedenen Einwohnerversammlungen wurde immer wieder durch die Anlieger auf die Unsinnigkeit der verschiedenen Maßnahmen hingewiesen. Diese Entwicklung einer Hansestadt, die schon immer traditionell Handel betrieben hat, wird langsam aber unaufhaltsam von Amts wegen in den Ruin getrieben. Bausenator Dr. Zahn täuscht die Einwohner Lübecks mit Aussagen, die er nicht einhält.

Helmut Bade, Lübeck

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de