Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 22. Dezember 1997

Liebe Lübeckerinnen, liebe Lübecker,

SPD

Auf diesem Weg möchte ich die Gelegenheit nutzen und Ihnen und Ihrer Familie zum Abschluß dieses Jahres erholsame Feiertage sowie ein gutes und erfolgreiches Jahr 1998 wünschen.

Zwei Wahlen in 1998

Im kommenden Jahr findet neben der Bundestagswahl auch die Kommunalwahl statt. Vier Jahre Bürgerschaft oder Ausschußmitgliedschaft enden damit für viele ehrenamtlich Tätige, viele politische Vorhaben wurden abgearbeitet.

Das ist Anlaß genug, einmal inne zu halten und daran zu denken, wie viele Menschen in diesen vier Jahren das Handtuch in der Politik geworfen haben, sich gar ganz von der Politik zurückgezogen haben. Genauso muß an den Trubel und die Kontroversen, die manche Entscheidungen, z.B. die Verkehrsberuhigung in der Altstadt, hervorgerufen haben, gedacht werden.

Kritisch und selbstbewußt

Ein ,,die Karawane zieht weiter'' wie es Helmut Kohl so gerne ausdrückt, kann es für uns Sozialdemokraten nicht geben. Wir leben vom Engagement unserer Mitglieder, nicht von großen Spenden. Wir müssen selbstkritisch, aber auch selbstbewußt in die nächste Wahl gehen. Unser Wahlprogramm muß wohlüberlegt sein, denn wir dürfen keine falschen Hoffnungen wecken und den Mund zu voll nehmen. Als Volkspartei müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt verpflichtet sein.

Die ruhige ,,Zeit zwischen den Tagen'' müssen auch wir Politiker zum Nachdenken nutzen. Denn wenn wir die Kritik der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt nicht ernst nehmen würden, wäre unsere Politik nicht mehr glaubwürdig. Sie würde kalt und gefühllos werden.

Ich möchte denjenigen, die sich ehrenamtlich für diese Stadt einsetzen, recht herzlich für ihre Mühe danken.

Ehrenamtliches Engagement ist leider nicht mehr selbstverständlich.

Bei der kommenden Wahl werden zum ersten Mal die Sechzehn- und Siebzehnjährigen die Möglichkeit haben, ihre Stimme abzugeben. Darüber freue ich mich sehr. Es ist grundsätzlich gut, wenn möglichst viele Menschen in demokratische Entscheidungen einbezogen werden. Insbesondere junge Leute sind an die Politik heranzuführen, denn gerade sie zeigen oftmals Desinteresse an politischen Vorgängen. Deshalb muß man ihre Einflußmöglichkeiten und auch die politische Kultur verbessern. Die Senkung des Wahlalters ist ein erster wichtiger Schritt dazu.

Mit freundlichem Gruß

zum Weihnachtsfest

und zum Jahreswechsel

Dietrich Szameit

Fraktionsvorsitzender, (V.i.S.d.P)

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