Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 18. Juni 2019

Ausgabe vom 29. Februar 2000

Lübecks Torheit muß Kiel ausbaden

Zu: "Keine Basis für Zusammenarbeit". SZ vom 26. Januar

Die Vorgänge, die Sie in dem Artikel über den Streit um das Powerbootrennen schildern, sind mir aus anderen Zusammenhängen bereits bekannt gewesen. Daß wir Kieler nun die "Torheit" Ihres Tourismus-Kanzlers ausbaden müssen und nun die "überflüssigste Sportart der Welt" (Spiegel-TV) vor unserer Haus- tür haben sollen, stimmt mich schon nachdenklich.

Ich bitte deshalb die Verantwortlichen in Lübeck dringend darum, ihre Hausaufgaben zu machen, sich mit Frau Daxbacher auszusöhnen und den "Großen Preis von Deutschland" der Monster-Rennboote möglichst rasch für Travemünde zurückzugewinnen.

Wir haben in Kiel seit langem den Wunsch, einen umweltverträglichen und sanften Tourismus unter Einschluß von allerlei Wassersportarten zu entwickeln. Das idiotische Powerbootrennen mit seinem negativen Vorbildcharakter für PS-Fetischisten zu Wasser paßt uns deshalb überhaupt nicht ins Konzept.

Mich wundert es zwar, daß dies in meinem geliebten Lübeck anders sein sollte. Aber bitteschön:Ihr habt uns die Suppe eingebrockt, dann löffelt sie gefälligst auch wieder aus.

Einstweilen werden wir uns darauf beschränken, den Powerboot-Veranstaltern das Leben in Kiel so schwer wie möglich zu machen und unserem Bürgermeister den Spaß daran zu vergällen - damit die Verantwortlichen an eine Wiederauflage erst gar nicht denken.

Einen Rat möchte ich Herrn Wagner in Anlehnung an "Spiegel-TV" noch geben: Veranstalten Sie lieber ein Kamelrennen - an geeigneten Teilnehmern scheint es in Lübeck derzeit ja nicht zu mangeln.

Dorothy v. Hülsen, Kiel

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