Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 29. Februar 2000

Zurück zur Natur

Altes Spülfeld wird landschaftsnah gestaltet

1140703.gif
Frank-D. Lammert (li.), Bereichsleiter Naturschutz, und Thomas Böhme vom Landschaftsplanungsbüro vor dem fertig angelegten Knickwall Foto: M. Rulfs

Auf der einst öden und gefährlichen Fläche am Elbe-Lübeck-Kanal wachsen wieder Weiden und anderes Strauchwerk und bieten Unterschlupf für Feldschwirl und Dorngrasmücke. Die Arbeiten zur Renaturierung der ehemaligen Spülfläche in Krummesse sind fast abgeschlossen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg hatte dort bis Ende der achtziger Jahre größere Mengen Baggergut aus dem Elbe-Lübeck-Kanal abgelagert. Einige Jahre lang durfte die Spülfläche nicht betreten werden, bis der Boden wieder tragfähig war.

Das Gelände liegt nördlich des Krummesser Stadtgutes zwischen Gutsweg und Kanal. Am Gutsweg entlang wurde ein hoher Knickwall aufgebaut und mit einheimischen Sträuchern und jungen Bäumen bepflanzt. Auf halber Strecke ist er unterbrochen, damit die SpaziergängerInnen, die Wanderer und die FahrradfahrerInnen den Blick über den Kanal schweifen lassen können. Gegen den Wildverbiß ist der Knick nicht wie früher mit einem Maschendrahtzaun geschützt, in dem sich das Wild verfangen kann, sondern mit einem großen Holzzaun, der im Lauf der Zeit verrotten kann - und auch soll.

Zum Kanal hin war das Spülgelände von Dämmen begrenzt, um das Baggergut auf dem Gelände zu halten. Dieses wurden nun zu einer Böschung abgeflacht, ähnlich wie bei den angrenzenden Flächen. "Wir haben versucht, das alles möglichst landschaftsnah zu modellieren", sagt Frank-D. Lammert, Leiter des Bereichs Naturschutz. Reste von Rohrleitungen wurden auch entfernt. Der Boden im hoch gelegenen oberen Teil des Geländes wurde eingeebnet und wird als Schafweide genutzt, wenn das neue Gras gewachsen ist.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de