Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. April 2019

Ausgabe vom 14. März 2000

Nahverkehr sollte preiswerter werden

Zu: "Die Fahrkarte kostet jetzt mehr". SZ vom 1. Februar

Angesichts der Verkehrs- und Parkplatzsituation in der Lübecker Innenstadt sowie der Klagen der Geschäftsleute im Zentrum über rückläufige Umsätze sollte der Nahverkehr attraktiver und vor allem preiswerter werden.

Ein nachahmenswertes Beispiel aus Kassel:Bei einem Wochenendbesuch habe ich das Multiticket der dortigen Verkehrsbetriebe genutzt. Es ist wie die Familienkarte der Stadtwerke 24 Stunden gültig, kann aber an Wochenenden sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag genutzt werden - und kostet 8,50 Mark statt wie in Lübeck 18 Mark.

Bei diesem Preis würden bestimmt mehr Familien mit dem Bus in die Innenstadt fahren. Meine beiden Schwestern aus Kücknitz und Schlutup nutzen zum Stadtbummel mit ihren Kindern immer das Auto, weil ihnen die Busfahrkarte zu teuer ist. Zum Vergleich: Ein Einzelfahrschein in Lübeck kostet 3,50 Mark, in Kassel 3,70 Mark. Selbst in Hamburg sind Busse und Bahnen im Verhältnis zu Lübeck preisgünstiger.

Lübeck sollte über eine neue Tarifpolitik im Nahverkehr nachdenken.

Elke Schramm, Lübeck

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