Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. März 2010

8. März - Frauentag

Autorin: Silke Thom

Die Linke

Die letzte Armutskonferenz in Lübeck hat u. a. aufgezeigt, dass gerade Frauen von Altersarmut betroffen sind. Gerade die verstärkte Beschäftigung von Frauen im Handel und im Dienstleistungsgewerbe, in denen immer mehr reguläre Jobs in prekäre umgewandelt werden, führt unausweichlich, zu einer Armut unter Frauen in unserer Gesellschaft. Das ändert auch in Lübeck die Sozialstruktur. Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE fordert deshalb zum internationalen Frauentag am 8. März gleiche Entlohnung für gleiche und vergleichbare Tätigkeiten von Frauen und Männern. Trotz verschiedenste Versuche von Bundesregierung, durch freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft, durch Appelle, Aktionstagen oder Forderungsprogrammen das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu verringern, bewegt sich diese Differenz auch in Lübeck seit Jahren konstant bei über 20 Prozent. Der in dem vergangenen Jahrzehnt massiv ausgebaute und geförderte Niedriglohnsektor hat die Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkt, weil in ihm überproportional viele Frauen beschäftigt sind, wie z. B. bei Schlecker. Hier sollen gezahlte Niedriglöhne durch radikale Lohnsenkungen sogar noch weiter gesenkt werden. Das bedeutet auch für Lübecks Binnenmarkt Einbußen. Wir fordern diese Entwicklung zu stoppen und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 10 Euro. Dieses ist nicht nur ein Erfordernis allgemeiner sozialer Gerechtigkeit, sondern auch ein wichtiges Gleichstellungspolitisches Signal. Außerdem fordern wir die Einstellung der Subventionen für Mini- und Midijobs.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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