Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 04. April 2000

Die Kriminalität verhindern

100 000 Mark stehen jährlich für Projekte zur Verfügung

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Immer gesprächsbereit: Christa Hoelscher-Voß

Ende der achtziger Jahre war Lübeck die Region in Schleswig-Holstein mit der höchsten Kriminalitätsbelastung. Die Gründung des Kriminalpräventiven Rates erfolgte 1991/92 aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Hansestadt Lübeck und der Kriminalpolizeidirektion Schleswig-Holstein Süd. Das Ziel des Rates ist, zusammen mit städtischen Bereichen, Polizei, Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden, Vereinigungen und Initia- tiven gegen die Kriminalität und dissoziales Verhalten im gesellschaftlichen Raum vorzugehen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Verminderung der Jugendkriminalität.

Im Laufe der vergangenen sieben Jahre gründete der Kriminalpräventive Rat Arbeitsgruppen, die meist stadtteilbezogene Projekte bearbeiten. So gibt es zur Zeit die Arbeitsgruppe Ladendiebstahl, die Jugendliche vom Klauen abhalten will. Schüler der dritten und vierten Klasse besuchen gemeinsam ein Warenhaus. Sie erfahren dort den Weg der Waren, sehen, wie ein Kaufhausdetektiv arbeitet und erleben in einem Rollenspiel, was geschieht, wenn jemand beim Stehlen erwischt wird.

Ferner gibt es Arbeitsgruppen unter anderem zu den Themen Suchtprävention, Gewalt gegen Frauen, Gewalt in der Familie und zum Sanierungsprojekt Hudekamp. Rund 100 000 Mark stellt die Hansestadt jährlich für diese Projekte zur Verfügung. Wer oder was gefördert wird, beschließt eine Lenkungsgruppe.

Diese vierteljährlich tagende Gruppe besteht aus den Leitern der Arbeitsgruppen sowie aus Vertretern der Polizei, der relevanten städtischen Bereiche, der Kirche und des Seniorenbeirats. Außerdem ist eine Mitarbeiterin der örtlichen Presse dabei.

"Grundsätzlich kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger an uns wenden, wenn er oder sie Fragen zur Sicherheit hat - beispielsweise was für ein Haus türschloß man einbauen soll", so Christa Hoelscher-Voß, Geschäftsführerin des Rates. Unter der Rufnummer 122 12 15 helfen die Mitarbeiter montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr.

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