Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 04. April 2000

SPD setzt sich für die Schaffung eines Gesundheitsraumes (Fixerstube) ein

SPD

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V.i.S.d.P.: Ulrike Siebdrat

Die SPD-Fraktion hatte zur Bürgerschaftssitzung einen Antrag für die Einrichtung eines Gesundheitsraumes eingebracht. Darin ging es darum zu prüfen, ob der Bedarf und die Notwendigkeit zur Einrichtung eines solchen Raumes überhaupt bestehen, welche personellen und sächlichen Anforderungen und welche Kosten damit verbunden sind. Ein Drogenkonsumraum würde ein weiteres Segment der Drogenhilfe darstellen, neben den bestehenden Angeboten wie Kontaktladen, Straßensozialarbeit, Tausch von Spritzen.

Die Überlegungen im Hinblick auf die Schaffung eines Konsumraumes sollten Bestandteil der kommunalen Suchthilfeplanung sein, diese dann wiederum Grundlage sein für die Erstellung eines Konzeptes zur Einrich- tung eines Gesundheitsraumes, unter Berücksichtigung der bisherigen niederschwelligen Angebote der AWO-Drogenhilfe, die durch die Einrichtung eines neuen Angebotes nicht gefährdet werden dürfen. Ebensowenig gefährdet werden darf die Stelle des hauptamtlichen Suchthilfekoordinators. Eine der letzten Maßnahmen, die - angeregt vom Arbeitskreis Sucht des Gesundheitsamtes der Hansestadt Lübeck - umgesetzt wurde, ist der Einsatz des Drogenhilfebusses, eine Drogenambulanz soll folgen.

Drogenabhängige können im Gesundheitsraum unter Aufsicht und unter hygienischen Bedingungen streßfrei Drogen spritzen. Er bedeutet ein Stück Überlebenshilfe für die Drogenabhängigen, hilft, bleibende Gesundheitsschäden zu vermeiden und einen eventuellen Einstieg in den Ausstieg zu ermöglichen.

Bisher gab es eine rechtliche Unsicherheit zum Betrieb eines solchen Raumes. Diese ist mittlerweile ausgeräumt.

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