Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 09. Mai 2000

Artikel bedarf einiger Korrekturen

Zu: "Gaspreise:Explosionsgefahr?". SZ vom 18. April

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Stadtwerke: Kein Dreh an der Preisschraube Foto: BEB

Der Artikel bedarf folgender Korrekturen: In dem Artikel wird ausgeführt, daß die Gaspreiserhöhung einen Betrag von rund 5,6 Millionen Mark in die Stadtwerke- Kassen bringe. Der korrekte Buchhalter stellt den Einnahmen auch die Ausgaben für sein Produkt gegenüber. Und die erhöhen sich beim Gaseinkauf ebenfalls um 5,6 Millionen Mark.

Die in dem Artikel für Oktober 1999 und April 2000 angegebenen Heizölpreise sind falsch. Sie betrugen bei einer Abnahmemenge von 4 000 bis 5 000 Liter 47,83 Mark beziehungsweise 59,22 Mark, liegen also erheblich höher.

Korrekt wären die Werte gewesen, wenn sie als Durchschnittspreise (Berichtsort Hamburg) für die Monate Januar bis Juni beziehungsweise Juli bis Dezember 1999 angegeben worden wären.

Mit dieser Größenordnung gehen sie nämlich am 1. Oktober 1999 beziehungsweise
1. April 2000 in die Formel zur Gaspreisüberprüfung ein. So hat das auch der zitierte Mitarbeiter der Stadtwerke erläutert.

Beim Anstieg der Heizölpreise seit Mai 1999 waren die Gasbezieher zunächst noch nicht betroffen. Erstmalig zum Jahresende haben die Stadtwerke anpassen müssen, und zwar als letzte in Norddeutschland.

Der Verfasser des Artikels zitiert den Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, Ulrich Hartmann, der für die Gaskunden bis Mitte nächsten Jahres eine weitere Preissteigerung von bis zu
30 Prozent angekündigt haben soll.

Der Leser muß davon ausgehen, daß sich diese 30 Prozent auf den derzeitigen Gaspreis beziehen. Tatsächlich hat Hartmann ausgeführt, daß es unter Einbeziehung der Erhöhung bei vielen Versorgungsunternehmen während der letzten Monate ungefähr bis Mitte 2001 zu einer kumulierten Verteuerung des Gases um rund 30 Prozent kommen werde. Angenommen hat er dabei einen Rohölpreis von
24 Dollar pro Barrel im Durchschnitt für das Jahr 2000.

Da das Rohöl weltweit in Dollar gehandelt wird, wirkt sich in Europa die anhaltende Schwäche des Euro und damit der D- Mark im Vergleich zum Dollar zusätzlich auf die Heiz- öl- und Gaspreise aus.

In dem "Hein Gas"- Zitat ist die Zeitangabe für den Rohölpreisanstieg auf 250 Prozent von Dezember 1999 bis Fe-
bruar 2000 offensichtlich falsch. Es muß Dezember 1998 heißen.

Auch der Preisvergleich zwischen Heizöl und Erdgas bei einer Partie von 3 000 Litern

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